02 April 2026, 08:35

Glasfaser-Ausbau stockt: Warum Deutsche Telekom-Kunden trotz Verfügbarkeit zögern

Plakat, das das erschwingliche Verbindungsprogramm bewirbt, mit Text, der besagt, dass über 15 Millionen Haushalte eingeschrieben sind, um bei High-Speed-Internet zu sparen, und einem Programm-Logo.

Telekom verdient nicht genug an Glasfaser-Internet - Glasfaser-Ausbau stockt: Warum Deutsche Telekom-Kunden trotz Verfügbarkeit zögern

Deutsche Telekom baut Glasfasernetz aus – doch Kunden zögern

Die Deutsche Telekom hat ihr Glasfasernetz ausgebaut, doch die Nachfrage der Kunden bleibt schwach. Vorstandsvorsitzender Tim Höttges bezeichnete die Übernahmequote als "viel zu niedrig", obwohl die Verfügbarkeit steigt. Die aktuellen Zahlen des Unternehmens zeigen, dass nur ein Bruchteil der anspruchsberechtigten Haushalte auf die schnelleren Anschlüsse umgestiegen ist.

Laut dem Branchenverband VATM könnten bis Ende 2024 rund 50 Millionen deutsche Haushalte, Unternehmen und Behörden Glasfaser-Internet nutzen. Doch nur 15 bis 16 Millionen verfügen tatsächlich über einen aktiven FTTH-Anschluss (Fiber to the Home) von Anbietern wie der Deutschen Telekom oder Deutsche Glasfaser. Die Telekom selbst versorgt mittlerweile 11,8 Millionen Standorte und verzeichnete im dritten Quartal ein Wachstum von 155.000 FTTH-Kunden.

Die meisten Deutschen setzen weiterhin auf ältere Technologien wie VDSL (über Telefonleitungen) oder Kabel-TV-Netze. Auch Deutsche Glasfaser treibt den Ausbau voran und will bis Jahresende 25 Millionen Haushalte erreichen. Doch nur 16,1 Prozent der Berechtigten haben tatsächlich einen Glasfasertarif abgeschlossen.

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Höttges kritisierte vor allem große Vermieter, die Gebühren für die Verlegung von Glasfaser in Mehrfamilienhäusern verlangen. Er forderte die Politik auf, die Vorschriften zu vereinfachen und den Ausbau zu beschleunigen. Finanzvorstand Christian Illek äußerte ähnliche Bedenken und nannte die geringe Nachfrage enttäuschend – trotz der Investitionen des Unternehmens.

Die US-Tochter T-Mobile US trug im dritten Quartal zu einem Umsatzplus der Gruppe bei. In Deutschland hingegen kämpft das Unternehmen damit, Kunden vom Umstieg auf Glasfaser-Internet zu überzeugen. Da die Nutzung weit hinter der Verfügbarkeit zurückbleibt, rückt nun die Überwindung von Hindernissen wie Vermietergebühren und regulatorischen Hürden in den Fokus.

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