09 May 2026, 02:26

Waschbärenhunde in Munster: Über 70 Tiere getötet – doch die Plage bleibt ungebrochen

Schwarzes und weißes Foto eines Waschbären auf dem Cover einer zoologischen Gesellschaftszeitschrift mit Text.

Waschbärenhunde in Munster: Über 70 Tiere getötet – doch die Plage bleibt ungebrochen

Über 70 Waschbärenhunde in Munster getötet – invasive Art breitet sich unkontrolliert aus

Seit Beginn der Jagdzeit am 1. April wurden in Munster mehr als 70 Waschbärenhunde getötet. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende, invasive Art hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant in Deutschland ausgebreitet. Die örtlichen Behörden bezeichnen die Lage im Landkreis Heidekreis mittlerweile als unbeherrschbar, sofern nicht weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Die Population der Waschbärenhunde im Heidekreis ist derart angewachsen, dass lokale Bemühungen allein sie nicht mehr in den Griff bekommen. Peter Westermann, Vorsitzender des Jagdvereins, spricht von einer immensen und alarmierenden Plage. Die anpassungsfähigen Tiere überfallen häufig Nester heimischer Vögel, Eichhörnchen und anderer Wildtiere.

Zudem verursachen sie Probleme, indem sie in Häuser, Dachböden und Schornsteine eindringen, was zu Sachschäden und Nachbarschaftsstreitigkeiten führt. Viele Anwohner verschärfen die Situation unbewusst, indem sie Wildtiere füttern – dadurch verlieren Waschbärenhunde die Scheu vor Menschen und werden dreister.

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Als Reaktion hat der Landkreis finanzielle Unterstützung für Jäger zugesagt, etwa für Fallen und Lebendfangkäfige. Der Kreisjägermeister Thomas Brammer hat kürzlich Leitlinien für die Bejagung von Dachs und Marder in Wohngebieten eingeführt. Allerdings lehnt er Kastration und anschließende Freilassung bei invasiven Arten ab. Solche Methoden verhinderten nicht die Schäden, die die Tiere während ihres Lebens anrichteten, argumentiert er.

Die ersten Ergebnisse der Jagdzeit zeigen, dass allein in Munster bereits über 70 Waschbärenhunde erlegt wurden. Mit finanzieller Förderung für Fallen und den neuen Richtlinien wollen die Behörden die weitere Ausbreitung eindämmen. Im Fokus steht vor allem die Verringerung von Konflikten mit Anwohnern sowie der Schutz der heimischen Tierwelt vor der invasiven Art.

Quelle