Warum komplizierte Sprache Start-ups mehr Geld bringt – überraschende Studie
Gerhart HenckWarum komplizierte Sprache Start-ups mehr Geld bringt – überraschende Studie
Eine deutsche Studie zeigt: Start-ups, die in ihren Pitches eine komplexe Sprache verwenden, erhalten mehr Investitionen. Die Forschung belegt einen klaren Zusammenhang zwischen sprachlicher Raffinesse und den Entscheidungen von Geldgebern. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Entrepreneurship Theory and Practice veröffentlicht.
Wissenschaftler:innen der TU Dortmund, der Universität Passau und der Technischen Universität München führten die Untersuchung durch. Sie fanden heraus, dass kognitive Komplexität in der Sprache – etwa durch Nuancen und Differenzierung – die Erfolgsaussichten bei der Kapitalbeschaffung steigert. Gründer:innen mit elitärer akademischer Laufbahn profitierten dabei am stärksten von diesem Ansatz.
Die Studie unterstreicht, dass Investor:innen Gründer:innen bevorzugen, die kritisches Denken und die Fähigkeit zur Bewältigung komplexer Zusammenhänge demonstrieren. Das Fintech-Unternehmen N26 diente als markantes Beispiel für diesen Trend. Im Durchschnitt sicherten sich Pitches mit höherer sprachlicher Komplexität 7,25 Prozent mehr Kapital – was etwa 125.000 US-Dollar zusätzlich pro Deal entspricht.
Die Forschung bestätigt, dass eine anspruchsvolle Sprache in Pitches zu besseren Finanzierungsergebnissen führt. Besonders Start-ups mit Gründer:innen von Spitzenuniversitäten zogen den größten Nutzen daraus. Die Studie liefert handfeste Belege dafür, wie sprachliche Komplexität die finanzielle Unterstützung für junge Unternehmen beeinflussen kann.






