Städtebund fordert Sofortmaßnahmen gegen soziale Krisen und Kriminalität
Anika Thies"Stadtbild"-Debatte: Wo Städte ihre Probleme sehen - Städtebund fordert Sofortmaßnahmen gegen soziale Krisen und Kriminalität
André Berghegger, Vorsitzender des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), hat zu dringendem Handeln aufgerufen, um die Lebensbedingungen in benachteiligten Städten zu verbessern. Seine Vorschläge konzentrieren sich auf öffentliche Sicherheit, finanzielle Unterstützung und die Bewältigung langjähriger sozialer Probleme. Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Kriminalität, Wohnungsnot und schrumpfender Haushalte in vielen urbanen Gebieten.
Berghegger betonte, wie wichtig es sei, dass sich Bürger in Innenstädten und auf öffentlichen Plätzen sicher fühlten. Er schlug eine verstärkte Videoüberwachung, mehr Polizeistreifen und stichprobenartige Kontrollen vor, um Straftaten vorzubeugen. Zudem hob er eine konsequente Strafverfolgung – unabhängig von der Herkunft der Täter – als entscheidend für die Aufrechterhaltung der Ordnung hervor.
Als Beispiel für die übergeordneten Herausforderungen nannte der DStGB-Chef Gelsenkirchen, eine Ruhrgebietsstadt, die besonders unter dem Niedergang des Steinkohlebergbaus leidet. Leerstehende Wohnungen, hohe Arbeitslosigkeit und tief verwurzelte soziale Probleme wie Obdachlosigkeit und Drogenmissbrauch belasten die lokalen Ressourcen. Viele Kommunen verfügen mittlerweile kaum noch über Mittel für grundlegende Infrastruktur und soziale Dienstleistungen.
Berghegger forderte die Bundesregierung auf, stärkere finanzielle Unterstützung und Entlastungen bei den Kosten zu gewähren. Zudem plädierte er für eine schnellere Integration von Geflüchteten mit Aufenthaltsstatus sowie für zügigere Rückführungen derer, die das Land verlassen müssen. Der DStGB setzte dabei auf praktische Lösungen statt auf Debatten über das Stadtimage und drängte auf Politiken, die die realen Gegebenheiten vor Ort angehen.
Die Vorschläge zielen darauf ab, den Druck auf Städte in finanziellen und sozialen Krisen zu verringern. Durch strengere Sicherheitsmaßnahmen, gezielte Fördermittel und klarere Flüchtlingspolitik soll die Stabilisierung gefährdeter Kommunen gelingen. Nun warten lokale Verantwortliche auf konkrete Schritte der Regierung, um die Pläne in die Tat umzusetzen.






