19 April 2026, 02:30

RWE plant wasserstofftaugliches Gaskraftwerk in Voerde bis 2030 als Energiewende-Baustein

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

RWE plant wasserstofftaugliches Gaskraftwerk in Voerde bis 2030 als Energiewende-Baustein

RWE treibt Pläne für großes wasserstofftaugliches Gaskraftwerk in Voerde voran

Der Energiekonzern RWE setzt seine Pläne für ein großes, wasserstofffähiges Gaskraftwerk im nordrhein-westfälischen Voerde um. Die Anlage, deren Inbetriebnahme für 2030 vorgesehen ist, ist Teil der Unternehmensstrategie, um die Energieversorgung in Phasen mit geringem Wind- und Solarstromaufkommen zu sichern. Gleichzeitig zeigen aktuelle Finanzanalysen sowohl Chancen als auch Risiken für Investoren auf.

Das neue Kraftwerk soll eine Leistung von 850 Megawatt erreichen und zu mindestens 50 Prozent mit Wasserstoff betrieben werden können. Seine Lage an Deutschlands geplantem Wasserstoff-Kernnetz stärkt RWE zudem für künftige staatliche Ausschreibungen. Das Unternehmen will sich durch frühzeitige Vorbereitung auf wasserstoffbasierte Energielösungen Subventionen sichern.

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Die RWE-Aktie hat seit Januar um über 37 Prozent zugelegt – ein Zeichen für das Vertrauen der Anleger. Die Investmentbank JPMorgan stuft die Aktie weiterhin mit "Übergewichten" ein und verweist auf stetige Fortschritte bei den Jahreszielen, trotz schwächerer Windbedingungen. Analysten sind sich einig: Zwar könnten kurzfristige Wetterschwankungen die Quartalszahlen beeinflussen, doch der langfristige Wandel des Konzerns bleibt auf Kurs.

Auch die Forschungsabteilung von Bernstein bestätigt ihre "Outperform"-Einschätzung für RWE, während Goldman Sachs eine Kaufempfehlung aussprach. Allerdings deuten aktualisierte Zahlen, die am 28. Oktober veröffentlicht wurden, darauf hin, dass Aktionäre möglicherweise kurzfristig handeln müssen, wie eine aktuelle Analyse nahelegt.

Das Voerder Kraftwerk soll eine zentrale Rolle in RWEs Energiewende-Strategie einnehmen, indem es in "Dunkelflauten" – Phasen mit wenig Wind und Sonne – flexible Stromerzeugung ermöglicht. Mit starker Analystenunterstützung und dem Fokus auf Wasserstofftechnologie zieht das Unternehmen weiterhin Investoren an. Die nächsten Schritte hängen nun von behördlichen Genehmigungen und dem erfolgreichen Ausbau der deutschen Wasserstoffinfrastruktur ab.

Quelle