24 March 2026, 10:31

Rheinmetall wächst rasant: Wie Rüstungsboom in Europa und USA Rekordumsätze treibt

Ein Buchumschlag mit Militärfahrzeugen und einem Text darüber, der ein Kriegs Thema suggeriert.

Rheinmetall wächst rasant: Wie Rüstungsboom in Europa und USA Rekordumsätze treibt

Rheinmetall verzeichnet starkes Wachstum im Jahr 2025 – getrieben von steigenden Rüstungsbudgets in Europa und den USA

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet, das vor allem auf die steigenden Militäretats in Europa und den USA zurückzuführen ist. Das Unternehmen, das von Artillerie und Drohnen bis hin zu Marineschiffen alles produziert, verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatz von 2,78 Milliarden Euro. Dieser Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund einer weltweit weiter expandierenden Rüstungsausgabe, wobei Deutschland und die USA mit Rekordinvestitionen an der Spitze stehen.

Die finanzielle Performance von Rheinmetall hat sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich verbessert. Der Umsatz für die ersten neun Monate des Jahres 2025 stieg im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 um 13 Prozent und erreichte allein im dritten Quartal 2,78 Milliarden Euro. Die operative Marge des Unternehmens liegt nun bei 12,9 Prozent, während der verwässerte Gewinn pro Aktie im Jahresvergleich um fast 42 Prozent zulegte. Langfristig betrachtet wachsen die Verkäufe seit 2023 durchschnittlich um 30 Prozent pro Jahr, wobei sich der Auftragsbestand noch schneller ausdehnt – mit einer jährlichen Steigerung von 45 Prozent auf nun 63,8 Milliarden Euro.

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Der Erfolg des Unternehmens ist eng mit den steigenden Verteidigungshaushalten verbunden. Deutschlands Militäretat für 2025 erreichte 88,5 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber 2023 und fast das Doppelte des Wertes von 2015. Prognosen deuten auf ein weiteres Wachstum hin: Die Ausgaben sollen 2026 auf 129 Milliarden US-Dollar und bis 2030 auf 180 Milliarden US-Dollar steigen. Die USA ihrerseits haben für 2026 ein Budget von 999,9 Milliarden US-Dollar bewilligt, mit Plänen, die Ausgaben unter der Regierung von Präsident Trump bis 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar zu erhöhen.

Rheinmetall hat in Europa und darüber hinaus bedeutende Aufträge an Land gezogen. Sein Schützenpanzer Lynx sicherte sich 2023 einen Deal mit dem US-Militär, der voraussichtlich jährlich 2 Milliarden US-Dollar einbringen wird. Auch europäische Staaten haben Bestellungen aufgegeben: Lettland orderte 2024 CV90-Schützenpanzer, Slowenien entschied sich im selben Jahr für Patria AMV XP-Fahrzeuge mit Rheinmetall-Türmen, und Rumänien erweiterte 2025 seine Lynx KF41-Flotte. Bulgarien wiederum unterzeichnete 2025 eine vorläufige Vereinbarung für den Lynx KF41.

Angesichts steigender Verteidigungsetats und neuer Verträge scheint Rheinmetalls Position auf dem globalen Rüstungsmarkt gesichert. Der wachsende Auftragsbestand und die steigenden Margen spiegeln die starke Nachfrage nach seinen Fahrzeugen, Artilleriesystemen und Luftabwehrlösungen wider. Während Deutschland und die USA ihre Militärausgaben weiter erhöhen, wird Rheinmetall voraussichtlich auch in den kommenden Jahren zu den wichtigsten Zulieferern der Branche gehören.

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