Portugals "Wein-Universität" im Douro-Tal: Innovationsprojekt oder nächstes unvollendetes Vorhaben?
Anika ThiesPortugals "Wein-Universität" im Douro-Tal: Innovationsprojekt oder nächstes unvollendetes Vorhaben?
Im Douro-Tal entsteht die „Universität für Wein“ – doch Spott über unvollendete Projekte wächst
In Portugals berühmten Douro-Tal soll bald eine neuartige Bildungseinrichtung ihre Pforten öffnen: die „Universität für Wein“. Die aktuelle Regierung präsentierte das Vorhaben als innovatives Leitprojekt. Doch währenddessen nimmt ein satirischer Podcast die Verantwortlichen wegen ihrer langjährigen Praxis halbgare Projekte auf die Schippe.
Erst kürzlich gab die Regierung bekannt, an der neuen Hochschule sollten Studierende in hochwertiger Weinherstellung und Önologie ausgebildet werden. Das Douro-Tal, weltweit bekannt für seine steilen Weinberge, bietet damit den idealen Standort für die spezialisierte Lehrstätte.
Doch die Kritik an der Regierung mehrt sich: Immer wieder werden Vorhaben angekündigt, ohne dass sie jemals fertiggestellt werden. Der Podcast „Wer fleißig ist, wird verspotten“ – ausgestrahlt am 3. Mai auf dem Sender SIC – nahm sich Minister, Wirtschaftsführer und Banker vor. Die Sendung listete auf, dass die Regierung in ihrer Amtszeit kein einziges großes Projekt erfolgreich abschließen konnte.
Als Reaktion darauf präsentierten die Verantwortlichen prompt ein weiteres Programm: die Initiative „PTCMNOPQRR“. Der Schritt wirkt wie ein Versuch, den Vorwürfen mangelnder Effizienz zu begegnen – konkrete Inhalte bleiben jedoch nebulös.
Die Universität für Wein soll sich auf Spitzenforschung in Weinbau und Kellermeisterkunst konzentrieren. Doch das jüngste Vorhaben reiht sich in eine Serie unvollendeter Versprechen ein, wie Kritiker anmerken. Ob die neuen Projekte diesmal Erfolg haben, bleibt abzuwarten.






