08 May 2026, 16:24

NRW kämpft für besseren Mutterschutz für selbstständige Frauen und Freiberuflerinnen

Schwarz-weiß-Illustration von drei Frauen vor einem Gebäude mit der Aufschrift "Frauenrechte: Ladies Take Your Own Choice, Polka und Mazurka" oben und unten.

NRW kämpft für besseren Mutterschutz für selbstständige Frauen und Freiberuflerinnen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen setzt sich für einen besseren Mutterschutz für selbstständige Frauen ein. Jährlich bekommen rund 27.000 Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen ein Kind – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte. Nun fordern Politiker:innen gesetzliche Änderungen, um diese Schutzlücke zu schließen.

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Wirtschaftsministerin Mona Neubaur von den Grünen betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als Berufsrisiko behandelt werden dürfe. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung des Wirtschaftsministeriums in Berlin, bei der Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und zivilgesellschaftliche Gruppen über praktische Lösungen diskutierten.

Nordrhein-Westfalen hat bereits erste Schritte unternommen: mit einer Bundesratsinitiative und einer Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Juli vorgestellt werden. Parallel dazu hat die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) auf Basis der Forschung konkrete Vorschläge vorgelegt.

Kern der WHKT-Empfehlung ist eine einmalige Pauschalzahlung, die entgangene Einnahmen während der Mutterschutzzeit ausgleichen soll. Dieses Modell zielt darauf ab, finanzielle Sicherheit zu bieten, ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand zu schaffen. Die Bemühungen des Landes haben zudem ein breites Bündnis für bundesweite Reformen geschmiedet.

Der erneute Vorstoß für einen gesetzlichen Mutterschutz folgt auf jahrelanges Engagement für selbstständige Frauen. Sollte die geplante Lohnersatzleistung umgesetzt werden, würde sie wichtige Unterstützung während der Schwangerschaft und in der frühen Mutterschaft bieten. Die finalen Studienergebnisse im Juli werden die nächsten Schritte dieser Kampagne prägen.

Quelle