Kölnerin täuscht eigene Entführung vor – um 5.000 Euro zu erpressen
Branko JüttnerProzess: Frau simuliert ihre eigene Entführung beim Ehemann - Kölnerin täuscht eigene Entführung vor – um 5.000 Euro zu erpressen
Frau aus Köln inszeniert eigene Entführung, um Geld von Ehemann zu erpressen
Eine Frau aus Köln hat ihre eigene Entführung vorgetäuscht, um von ihrem Mann Geld zu erpressen. Sie behauptete, als Geisel festgehalten zu werden. Der aufwendige Schwindel begann, als ihr Ehemann bedrohliche WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen eine Lösegeldzahlung von 5.000 Euro gefordert wurde. Die Polizei deckte die Wahrheit erst nach umfangreichen Ermittlungen auf.
Der Vorfall nahm seinen Lauf, als der Mann Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, seine Frau sei entführt worden. Aus Sorge um ihr Leben überwies er die geforderte Summe auf ein angegebenes Konto. Unterdessen hatte sich die Frau in der Nähe des Kölner Doms versteckt, wo Beamte sie schließlich im Rahmen einer groß angelegten Suchaktion fanden.
Die Behörden leiteten eine umfassende Untersuchung ein, darunter auch eine Telefonüberwachung, und entdeckten schließlich fast 5.000 Euro in ihrem Besitz. Bei der Befragung gestand sie, die Entführung vorgetäuscht zu haben. Vor Gericht wurde bekannt, dass ihr Handeln auf einer Spiel- und Kaufsucht sowie einer schweren Depression beruhte, die sie mit Schulden in Höhe von 20.000 Euro zurückgelassen hatte.
Das Landgericht Köln verurteilte sie zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten wegen Erpressung durch Drohung und Vortäuschens einer Straftat. Trotz des durchlittenen Albtraums entschied sich ihr Mann, ihr zu verzeihen, und beglich ihre ausstehenden Schulden.
Der Fall endete mit einer Bewährungsstrafe, die die Schwere der Täuschung widerspiegelt. Der betrogene Ehemann beschloss dennoch, seine Frau zu unterstützen, indem er ihre finanziellen Lasten tilgte. Der Vorfall zeigt, zu welch extremen Maßnahmen Menschen unter dem Druck von Sucht und psychischen Belastungen greifen können.






