Hitlers gepanzerter Mercedes 770 kommt unter den Hammer – für Millionen
Gerhart HenckHitlers gepanzerter Mercedes 770 kommt unter den Hammer – für Millionen
Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, kommt unter den Hammer. Das als "Großer Mercedes" bekannte Fahrzeug wurde zwischen 1939 und 1943 bei NS-Paraden eingesetzt und diente unter anderem zum Transport ausländischer Würdenträger wie Benito Mussolini und Kaiser Hirohito.
Der Mercedes-Benz 770 (W 150) war ein Luxusmodell mit einem 7,7-Liter-Reihenkraftmotor und 230 PS. Mit einem Gewicht von bis zu fünf Tonnen wurde das Fahrzeug nach Hitlers genauen Vorgaben umgebaut – mit einer verstärkten Windschutzscheibe und gepanzerten Seitenteilen.
Nur 88 Exemplare dieses Modells wurden je produziert, was es bei Sammlern besonders begehrt macht. Ursprünglich kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark, die Siebensitzer-Variante 47.500 Reichsmark – heute würde der Wert inflationsbereinigt auf etwa 182.000 bis 196.000 Euro geschätzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten das Fahrzeug und brachten es in die USA, wo es seitdem in makellosem Zustand erhalten blieb. Anfang 2018 sollte der Wagen für rund sieben Millionen Dollar verkauft werden, doch der Verkäufer lehnte das Angebot ab – vermutlich in der Hoffnung auf einen höheren Preis. Experten schätzen, dass das Fahrzeug bei der Versteigerung nun zwischen sieben und neun Millionen Dollar erzielen könnte.
Der Mercedes-Benz 770 zählt zu den historisch bedeutendsten Autos aus der NS-Zeit. Seine Seltenheit und die Verbindung zu zentralen Kriegsfiguren sorgen für großes Interesse unter Sammlern. Die Auktion wird zeigen, ob der endgültige Preis seine ursprünglichen Kosten bei Weitem übersteigt.






