Historischer Tiefstand: Immer weniger Azubis legen in NRW ihre Abschlussprüfung ab
Jacob FiebigAnzahl der bestandenen Ausbildungsprüfungen erreicht neuen Tiefstand - Historischer Tiefstand: Immer weniger Azubis legen in NRW ihre Abschlussprüfung ab
Abschlussprüfungen in Nordrhein-Westfalen erreichen 2023 historischen Tiefstand
Im Jahr 2023 haben in Nordrhein-Westfalen so wenige Auszubildende wie nie zuvor ihre Abschlussprüfung abgelegt. Nur noch 85.800 Prüflinge traten an – ein Rückgang um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich ein negativer Trend fort, der seit einem Jahrzehnt zu beobachten ist.
Während im Jahr 2014 noch rund 108.100 Auszubildende ihre Prüfungen im Land bestanden, sank die Zahl bis 2023 auf 85.800. Trotz des Rückgangs der Teilnehmerzahl blieb die Bestehensquote mit 88 Prozent stabil.
Als Gründe für den Rückgang gelten unter anderem die Folgen der COVID-19-Pandemie, die zu weniger neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen führte. Ein weiterer Faktor ist die steigende Zahl vorzeitiger Abbrüche: Allein 2024 beendeten über 37.100 Auszubildende ihre Verträge vorzeitig – der höchste Wert seit zehn Jahren.
Die Zahl der Abschlussprüfungen in Nordrhein-Westfalen liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Weniger Neuabschlüsse und mehr vorzeitige Vertragsauflösungen treiben den Rückgang voran. Die stabile Bestehensquote deutet jedoch darauf hin, dass diejenigen, die ihre Ausbildung abschließen, nach wie vor gute Leistungen erbringen.






