Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in NRW erreicht alarmierenden Höchststand
Gerhart HenckGewalt gegen Bahnmitarbeiter in NRW erreicht alarmierenden Höchststand
Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen nimmt dramatisch zu
In Nordrhein-Westfalen haben die Angriffe auf Bahnpersonal im vergangenen Jahr stark zugenommen. Auf Regionalstrecken wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Übergriffe registriert. Die Behörden reagieren nun mit einem Ausbau der Überwachung, um die Sicherheit zu erhöhen.
Bereits rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in NRW sind mit Videokameras ausgestattet. Ein Landesprogramm zur Nachrüstung von 100 Bahnhöfen mit Überwachungstechnik steht kurz vor dem Abschluss. Sicherheitskräfte tragen mittlerweile standardmäßig kleine Körperkameras auf Zügen und Bahnhöfen bei sich.
Die Düsseldorfer Rheinbahn testete die Bodycams ein Jahr lang – 20 Mitarbeiter nutzten sie während der Pilotphase. Nach positiven Erfahrungen hat der Kölner Verkehrsbetrieb KVB seine Bodycam-Ausstattung inzwischen auf 65 Geräte erweitert. In Aachen überwachen neue Busse nun das gesamte Innere, und fast alle Busse in Düsseldorf sind mit Kameras ausgerüstet.
Künftige Aufrüstungen sollen eine lückenlose Videoüberwachung in allen NRW-Zügen gewährleisten. Die Aufnahmen werden in der Cloud gespeichert, um sie bei Bedarf schnell abrufen zu können. Zudem wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz geprüft, um Videostreams in Echtzeit auszuwerten und Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.
Angesichts der steigenden Zahl an Bedrohungen und Angriffen wird die Überwachungstechnik flächendeckend ausgebaut. Mehr Kameras und Bodycams sollen abschreckend wirken und die Aufklärung von Straftaten erleichtern. Ziel der Maßnahmen ist es, Mitarbeiter und Fahrgäste im gesamten Verkehrsnetz der Region besser zu schützen.
