Gerresheimer in der Krise: Aktie bricht nach dritter Gewinnwarnung ein
Jacob FiebigGerresheimer in der Krise: Aktie bricht nach dritter Gewinnwarnung ein
Gerresheimers Finanzkrise spitzt sich zu: Aktienkurs stürzt nach neuer Gewinnwarnung ab
Die finanziellen Probleme des Pharmaverpackungsherstellers Gerresheimer haben sich weiter verschärft, nachdem eine erneute Gewinnwarnung den Aktienkurs in den freien Fall schickte. Am Donnerstag brach die Aktie um über 13 Prozent ein und erreichte damit den tiefsten Stand seit 2012. Die Realität des Unternehmens sieht damit deutlich düsterer aus, als Analysten prognostiziert hatten.
Der jüngste Rückschlag folgte auf die dritte Gewinnwarnung des Jahres. Bereits zuvor hatte Gerresheimer seine Jahresziele nach unten korrigieren müssen, da die Nachfrage hinter den Erwartungen zurückblieb. Zwar verzeichnete das Unternehmen im ersten Neunmonatszeitraum vorläufige Umsätze von 1,68 Milliarden Euro, doch das organische Geschäft schrumpfte – abgesehen vom Zukauf des italienischen Konzerns Bormioli Pharma.
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Allein seit Januar hat sich der Kurs nahezu halbiert. Anleger zeigen sich skeptisch, ob eine schnelle Erholung möglich ist – zumal das Umstrukturierungsprogramm des Unternehmens noch in den Kinderschuhen steckt.
Zusätzlichen Druck üben gescheiterte Übernahmeversuche sowie ein laufendes Verfahren der deutschen Finanzaufsicht BaFin aus, die das Vertrauen der Märkte weiter erschüttern. Die wiederholten Rückschläge deuten auf eine längere Phase der Instabilität hin.
Gerresheimer steht nun vor einem steinigen Weg zurück zur Stabilität. Statt des erhofften Wachstums muss das Unternehmen organische Verluste verkraften und gleichzeitig operative Herausforderungen sowie die Skepsis der Märkte überwinden. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, ob die Umstrukturierungsmaßnahmen die Abwärtsspirale stoppen können.






