Gemeinsame Polizei- und Zollkontrollen in NRW decken schwere Verkehrsverstöße auf
Branko JüttnerGemeinsame Polizei- und Zollkontrollen in NRW decken schwere Verkehrsverstöße auf
Polizei- und Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen an zwei wichtigen Verkehrsknotenpunkten gemeinsame Kontrollen durchgeführt. Die Einsätze fanden am Rasthof Fuchsgrund und an der Servicestelle Gütersloh Nord statt. Mehrere Fahrer wurden wegen schwerer Verstöße angehalten, mit Bußgeldern belegt oder von der Weiterfahrt ausgeschlossen.
Bei den Überprüfungen deckten die Behörden zahlreiche Verstöße auf. Die meisten betrafen die Nichteinhaltung sozialrechtlicher Vorschriften, etwa die Missachtung der vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten. Fünf Lkw wurden wegen technischer Mängel oder unsachgemäß gesicherter Ladung sofort stillgelegt.
Ein polnischer Fahrer wurde gestoppt, nachdem Inspektoren feststellten, dass Behälter mit gefährlichen Gütern nicht vorschriftsmäßig gesichert waren. Dem Mann wurde die Weiterfahrt untersagt; später hinterlegte er eine Sicherheitsleistung von 2.000 Euro wegen Ordnungswidrigkeiten. Gegen vier für die Beladung Verantwortliche wurden zudem weitere ordnungsrechtliche Verfahren eingeleitet.
Ein zweiter polnischer Fahrer musste seine Fahrt unterbrechen, nachdem die Kontrollen stark abgenutzte Bremsbeläge und ein korrodiertes Druckluftreservoir im Bremssystem aufdeckten. Ein litauischer Lkw-Fahrer wurde von der Weiterfahrt ausgeschlossen, nachdem die Beamten schwere Rostschäden an der Achse des Anhängers feststellten, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigten. Bei diesem Fahrer wurde zudem ein gefälschter ukrainischer Führerschein entdeckt; er hinterlegte eine Kaution von 600 Euro für das eingeleitete Strafverfahren.
An der Servicestelle Gütersloh Nord deckten Zollbeamte acht Fälle illegaler Beschäftigung auf.
Die Kontrollen führten zu sofortigen Fahrverboten für mehrere Fahrer sowie zu finanziellen Sanktionen für Verstöße – von technischen Mängeln bis hin zu Urkundenfälschung. Gegen die Verantwortlichen wurden ordnungs- und strafrechtliche Verfahren eingeleitet. Weitere Kontrollen sind im Rahmen der laufenden Überwachungsmaßnahmen geplant.






