FDP vor Machtkampf: Höne will mit Trauschel für Generationswechsel sorgen
Jacob FiebigFDP vor Machtkampf: Höne will mit Trauschel für Generationswechsel sorgen
In der Freien Demokratischen Partei (FDP) steht ein Führungswechsel an. Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, bewirbt sich um den Bundesvorsitz – mit dem Vorhaben, neue Gesichter in Schlüsselpositionen zu bringen. Dazu gehört die 27-jährige Alena Trauschel aus Baden-Württemberg, die im Falle eines Höne-Siegs zur neuen Generalsekretärin der Partei aufsteigen könnte.
Erstmals auf sich aufmerksam machte Trauschel 2021, als sie als jüngste Abgeordnete in den Landtag von Baden-Württemberg einzog. Seither fordert sie eine reformorientierte Partei, die zusammenführt statt spaltet. Nur die FDP, so ihre Überzeugung, könne diese Rolle mit einem ausgewogenen und pragmatischen Ansatz ausfüllen.
Höne präsentiert sich als Kandidat des Wandels innerhalb der FDP. Trauschel stehe für einen „Neuanfang“ der Partei, erklärte er, und will sie im Falle seiner Wahl zur Generalsekretärin vorschlagen. Sein Team umfasst zudem Susanne Seehofer, eine bayerische Liberale, sowie die Hamburger Europaabgeordnete Svenja Hahn für den neuen Parteivorstand.
Sein Gegenkandidat bei der anstehenden Abstimmung ist Wolfgang Kubicki, ein langjähriges FDP-Urgestein. Sollte Kubicki sich auf dem Bundesparteitag Ende Mai durchsetzen, plant er stattdessen Martin Hagen, den früheren Landesvorsitzenden der bayerischen FDP, zum Generalsekretär zu ernennen.
Die anstehende Führungsentscheidung wird die Ausrichtung der FDP in den kommenden Jahren prägen. Ein Sieg Hönes würde Trauschel in eine Spitzenposition bringen und einen Generationswechsel einläuten. Die Weichenstellung fällt auf dem Bundesparteitag Ende Mai.






