Essen setzt auf Solaroffensive: 538 Megawatt aus neuen Freiflächenanlagen geplant
Jacob FiebigEssen setzt auf Solaroffensive: 538 Megawatt aus neuen Freiflächenanlagen geplant
Essen treibt den Ausbau der Solarenergie in der Stadt entschlossen voran. Eine neue Strategie hat tausende geeignete Flächen für Freiflächen-Solaranlagen identifiziert, darunter ein großes Vorhaben auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Dort soll im Herbst 2026 der Bau einer Solar-Carport-Anlage beginnen.
Die aktuelle Solarstrategie der Stadt steht im Einklang mit dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023). Sie zielt darauf ab, Freiflächen-Photovoltaikanlagen (PV) neben den bereits seit Januar 2022 geförderten Dachanlagen auszubauen.
Eine detaillierte Analyse ergab 3.130 hochgeeignete Grundstücke für Solarparks in Essen. Davon befinden sich 2.617 im Besitz der Stadt, 513 gehören zu städtischen Tochtergesellschaften. Insgesamt wurden 29.840 Teilflächen als potenzielle Standorte ausgemacht. Sechs Flächen wurden nun für eine abschließende Prüfung vorselektiert – mit einer theoretischen Gesamtleistung von rund 538 Megawatt (MW).
Ein zentrales Projekt ist der Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Auf einer Fläche von etwa 19 Hektar sollen rund 25.000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 11 Megawatt Peak (MWp) installiert werden. Nach Inbetriebnahme könnte die Anlage den CO₂-Ausstoß jährlich um etwa 5.000 Tonnen reduzieren.
Der Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen ist Teil des "Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplans" (SECAP) Essens. Die Stadt setzt ihre Umsetzungsstrategie konsequent um, um die Klimaziele zu erreichen. Die Projekte sollen die Kapazitäten für erneuerbare Energien erhöhen und gleichzeitig die CO₂-Emissionen senken.






