"Enter the Gungeon 2" will gegen Roguelike-Trends mit treuem Kern-Gameplay kämpfen
Anika Thies"Enter the Gungeon 2" will gegen Roguelike-Trends mit treuem Kern-Gameplay kämpfen
Dodge Rolls Enter the Gungeon feiert in diesem Monat sein zehnjähriges Jubiläum – mit über 14 Millionen verkauften Exemplaren im Laufe der Jahre. Das Spiel prägte maßgeblich das moderne Action-Roguelike-Genre, doch Designer Dave Crooks zeigt sich besorgt über die aktuelle Entwicklung der Sparten.
Enter the Gungeon galt als einer der frühen Pioniere, die Roguelike-Mechaniken mit dem bullet-hell-Shooter-Genre verbanden. Zehn Jahre später arbeiten Crooks und Komponist Adam Kidd Drucker an einem Nachfolger: Enter the Gungeon 2. Dieser wird zwar einen 3D-Artstyle einführen, das Kern-Gameplay aber beibehalten.
Crooks übt Kritik an jüngeren Trends im Genre. Viele moderne Roguelikes setzten seiner Meinung nach auf spielmechanische Fortschrittssysteme, die an Glücksspiel erinnern, um Spieler zu binden. Als Beispiele nennt er Vampire Survivors und Balatro. Selbst beliebte Titel wie CloverPit und Raccoin stießen auf etwas verhaltenere Resonanz – ein mögliches Anzeichen für Überdruss an ausgetretenen Pfaden.
Mit Enter the Gungeon 2 wollen Crooks und Drucker bewusst gegen den Strom schwimmen. Ihr Ziel: dem Original treu bleiben, mit präzisen Kämpfen und unvorhersehbaren Durchgängen, dabei aber gleichzeitig Frische in ein zunehmend überfülltes Genre bringen.
Der Nachfolger erscheint zu einer Zeit, in der die Branche wegen repetitiver Fortschrittsmechaniken zunehmend in die Kritik gerät. Indem das Team an den Wurzeln festhält und sich gleichzeitig visuell weiterentwickelt, könnte Enter the Gungeon 2 einen eigenen Weg einschlagen – und möglicherweise eine neue Richtung für Roguelikes vorgeben.






