Dolores-Olmedo-Museum öffnet wieder – doch die Zukunft seiner Kunstschätze bleibt ungewiss
Branko JüttnerDolores-Olmedo-Museum öffnet wieder – doch die Zukunft seiner Kunstschätze bleibt ungewiss
Das Dolores-Olmedo-Museum in Mexiko-Stadt wird im Februar nach einer vorübergehenden Schließung wiedereröffnet. Das an der Av. México 5843 im Stadtteil La Noria in Xochimilco gelegene Museum beherbergt die weltweit größten Sammlungen von Werken Frida Kahlos und Diego Riveras. Doch die Wiedereröffnung steht im Schatten anhaltender Streitigkeiten über Pläne, diese ikonischen Kunstschätze an einen neuen Standort zu verlegen.
Das Museum war einst das Zuhause von Dolores Olmedo, die dort von 1986 bis zu ihrem Tod im Jahr 2002 lebte. In ihrem Testament verfügte sie, dass die Sammlungen an ihrem ursprünglichen Ort bleiben müssten. Dennoch schlagen die Behörden vor, die Kunstwerke in den Parque Aztlán zu verlegen – ein Vorhaben, das auf heftige Kritik stößt. Mit dem Bau des neuen Standorts wurde bisher noch nicht begonnen.
Bei der Wiedereröffnung am 2. Februar wird das Museum eine Ausstellung des Landschaftsmalers Yoab Vera präsentieren. Vera pendelt zwischen Mexiko-Stadt und Istanbul und ist der erste Künstler, dessen Werke nach der Wiederaufnahme des Betriebs zu sehen sein werden.
Die Institution möchte zudem Besucher während der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 anziehen und sich als kulturelles Ziel für Touristen und Einheimische positionieren.
Die Wiedereröffnung des Dolores-Olmedo-Museums markiert einen Neuanfang für einen der bedeutendsten Kunstorte Mexikos. Mit seinen umfangreichen Kahlo- und Rivera-Sammlungen bleibt das Museum ein zentraler kultureller Leuchtturm. Die anstehende Ausstellung und die Pläne für die WM unterstreichen seine anhaltende Bedeutung in der Kunstszene der Stadt.






