22 March 2026, 08:30

Baden-Baden feiert Nijinsky und Pawlowa mit einzigartigem Ballett-Festival

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung mit dem Titel "Saison Russe", das eine gemalte Tänzerin in einer anmutigen Pose mit der Aufschrift "Opera et Ballet" darüber zeigt.

Baden-Baden feiert Nijinsky und Pawlowa mit einzigartigem Ballett-Festival

Baden-Baden ehrt zwei Legenden des Balletts: Wasslaw Nijinsky und Anna Pawlowa

Dieser Herbst steht Baden-Baden ganz im Zeichen zweier der bedeutendsten Figuren der Ballettgeschichte: Wasslaw Nijinsky und Anna Pawlowa. Vom 2. bis 12. Oktober findet das große Festival Die Welt des John Neumeier statt, das seltene Aufführungen und eine kuratierte Ausstellung zur Tanzgeschichte präsentiert. Bereits vor über einem Jahrhundert war die Stadt Schauplatz eines prägenden Sommers für die beiden Ausnahmetänzer – im Jahr 1913.

Im August 1913 hielt sich Nijinsky im Brenners Parkhotel auf, um mit Sergei Djagilew an einem neuen Ballett zu arbeiten, das auf der Musik Johann Sebastian Bachs basierte. Nur wenige Monate zuvor, am 15. Mai, hatte seine Choreografie Jeux in Paris Premiere gefeiert – mögliche Feinabstimmungen könnten während seines Aufenthalts in der deutschen Kurstadt erfolgt sein. Auch Pawlowa, Nijinskys berühmteste Tanzpartnerin, besuchte Baden-Baden in jenem Sommer und präsentierte am 26. August ihren ikonischen Sterbenden Schwan, begleitet von Camille Saint-Saëns' Karneval der Tiere.

Das anstehende Festival belebt ihr Erbe mit Neumeiers Ballett Nijinsky neu, das vom 3. bis 5. Oktober dreimal aufgeführt wird. Parallel zeigt das Stadtmuseum ab dem 3. Oktober eine Ausstellung mit Neumeiers privater Sammlung an Erinnerungsstücken zu Nijinsky und Pawlowa. Der Choreograf, der Nijinsky als den "größten Visionär der Ballettkunst" bezeichnet, hat jahrzehntelang diese Materialien zusammengetragen.

Auf dem Programm stehen zudem Illusionen – wie Schwanensee und Der Nussknacker, für die bereits Karten erhältlich sind. Den Abschluss bildet Neumeiers Epilog, der vom 10. bis 12. Oktober aufgeführt wird und zugleich seinen Abschied von der Leitung des Hamburg Balletts nach Jahrzehnten markiert.

Das Festival 2026 verbindet Baden-Badens reiche Tanztradition mit Neumeiers zeitgenössischer Vision. Aufführungen und Ausstellungen würdigen das bahnbrechende Wirken Nijinskys und Pawlowas, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Spitzentanztechnik und Choreografie revolutionierten. Ihr Einfluss wirkt bis heute nach und prägt das moderne Ballett – nicht zuletzt durch Veranstaltungen wie diese.

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