Wuppertals Flashmob gegen Gewalt an Frauen: Eine Milliarde Stimmen werden laut
Jacob FiebigWuppertals Flashmob gegen Gewalt an Frauen: Eine Milliarde Stimmen werden laut
Wuppertal schließt sich der globalen One Billion Rising-Bewegung an – mit Flashmob am Johannes-Rau-Platz
Diese Woche beteiligte sich Wuppertal mit einem Flashmob am Johannes-Rau-Platz an der weltweiten One Billion Rising-Kampagne. Die Veranstaltung am 13. Februar richtete sich gegen Gewalt an Frauen und umfasste Tänze, rote Tücher als Symbol sowie Reden. Die Organisator:innen wählten das Datum bewusst, um Schulklassen aus der Region die Teilnahme zu ermöglichen – anders als in benachbarten Städten, wo die Aktionen am Valentinstag stattfanden.
Der Name der Kampagne geht auf eine Schätzung von Amnesty International zurück: Weltweit hat jede dritte Frau bereits Gewalt erlebt – hochgerechnet etwa eine Milliarde Betroffene. In Deutschland beteiligen sich seit fünf Jahren rund 150 Städte und Gemeinden an der Bewegung, von Metropolen wie Berlin und Hamburg bis hin zu kleineren Orten. Auch in Wuppertal zeigt sich der Handlungsbedarf: Das lokale Frauenhaus ist seit Monaten permanent ausgelastet.
Allein 2025 wurden in Wuppertal fast 1.000 Fälle von häuslicher Gewalt registriert, wobei Frauen mit großem Abstand die Mehrheit der Opfer stellten. Bei der Kundgebung tanzten die Teilnehmenden als Zeichen der Solidarität und schwenkten rote Stoffe als Symbol des Widerstands. Die Veranstaltung machte sowohl auf lokale Missstände als auch auf das globale Ausmaß geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam.
Der Protest lenkte die Aufmerksamkeit auf das anhaltende Problem von Frauengewalt in der Region. Angesichts überfüllter Schutzunterkünfte und hoher Fallzahlen hoffen die Organisator:innen, dass die Aktion den Druck für bessere Unterstützungsstrukturen erhöht. Ähnliche Kundgebungen fanden deutschlandweit statt und unterstrichen die Forderung der Bewegung nach grundlegendem Wandel.
Rehearsals and Rhythms: The Making of Wuppertal's Flashmob
Wuppertal's One Billion Rising Flashmob on 13 February was preceded by detailed preparations. Key details include:
- Open dance sessions on 9 and 12 February at Tanzschule Urban Art Complex to practice the choreography.
- The protest dance followed the song Break the Chain, with registration options for participants.
- Local authorities reported 996 domestic violence complaints in Wuppertal in 2025, highlighting ongoing challenges.






