Witten stoppt Taubenabwehr BirdFree nach nur fünf Tagen wegen Tierschutzbedenken
Anika ThiesWitten stoppt Taubenabwehr BirdFree nach nur fünf Tagen wegen Tierschutzbedenken
Am 17. September 2019 ließ die Stadtverwaltung Witten ein Taubenabwehrsystem mit dem Namen BirdFree installieren. Bereits fünf Tage später wurde die Maßnahme wieder rückgängig gemacht, nachdem Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Tiere geäußert worden waren. Die Entscheidung folgte auf Hinweise einer Tierschützerin sowie des örtlichen Veterinäramts.
Die Demontage des Systems erfolgte, nachdem Bürgermeister Lars König am 22. September 2019 dessen Abschaffung bekanntgegeben hatte. Das Veterinäramt hatte gewarnt, dass BirdFree Tieren Schaden zufügen könnte, woraufhin der Einsatz des Systems im Kreis Ennepe-Ruhr verboten wurde. Dieses Verbot veranlasste die Stadtverwaltung, ihre Entscheidung zu revidieren.
Tierschützer hatten zuvor vorgeschlagen, stattdessen schräge Bretter als tierfreundlichere Alternative einzusetzen. Die Kosten für Installation und Abbau des Systems werden derzeit noch ermittelt.
Die ursprüngliche Installation war nach Absprache mit einer Tierschutzvertreterin und einer E-Mail des Veterinäramts genehmigt worden. Die neuen Auflagen ließen der Stadt jedoch keine andere Wahl, als auf das Abwehrsystem zu verzichten.
Das BirdFree-System wurde innerhalb einer Woche nach seiner Montage am Wittener Rathaus wieder entfernt. Die Behörden prüfen nun die finanziellen Folgen der kurzlebigen Maßnahme. Alternativlösungen wie schräge Bretter könnten in künftigen Bemühungen zur Kontrolle der Taubenpopulation in Betracht gezogen werden.






