Wie Hendrik Wüst mit seiner Tochter die Christkind-Tradition lebendig hält
Anika ThiesBei der Familie Wüst holt Santa die Wunschliste ab - Wie Hendrik Wüst mit seiner Tochter die Christkind-Tradition lebendig hält
In der Familie Wüst gehört zum Advent eine langjährige Tradition: das Schreiben eines Wunschzettels für das Christkind. Hendrik Wüst, heute selbst Vater, erinnert sich daran, wie er als Junge Spielzeugkataloge durchblätterte und Geschenke markierte. Seine Tochter hat die Tradition nun übernommen – ihr eigener Brief liegt neben Plätzchen für den besuchten Gast bereit.
Als Kind kreiste Wüst Geschenke in Katalogen ein und hoffte auf Spielzeug zu Weihnachten. Sein wertvollstes Geschenk war ein Dreirad, eine Erinnerung, die ihm bis heute besonders im Gedächtnis geblieben ist. Jahrzehnte später pflegt seine Tochter denselben Brauch: Sie legt ihren Wunschzettel und die Leckereien vor dem Schlafengehen bereit.
Am nächsten Morgen ist der Brief verschwunden, und die Plätzchen weisen Bissspuren auf – der Beweis, dass das Christkind da war. Wüst gibt zu, dass er sich in diesem Jahr noch keine Gedanken über seine eigenen Wünsche gemacht hat. Im Moment steht für ihn vor allem eines im Mittelpunkt: die Familientradition lebendig zu halten.
Im Haushalt der Wüsts lebt ein Brauch weiter, wie er auch heute in vielen deutschen Gemeinden zu finden ist. Kinder hinterlassen Wunschzettel und Süßigkeiten, die bis Heiligabend wie durch Zauberhand verschwunden sind. Und auch in diesem Jahr wird die Tradition fortgeführt – genau wie zu der Zeit, als Wüst selbst noch ein Kind war.






