VRR schafft Zwei-Wellen-Ticket ab – Pendler zahlen bald doppelt so viel
Jacob FiebigVRR schafft Zwei-Wellen-Ticket ab – Pendler zahlen bald doppelt so viel
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) reformiert Tarifsystem grundlegend
Ab 2026 verschwindet das beliebte Zwei-Wellen-Ticket – ersetzt wird es durch eine neue digitale Lösung namens „Eezy“-Ticket. Die Umstellung hat bereits Kritik ausgelöst, da Reisende in der Region mit deutlich höheren Kosten rechnen müssen.
Am stärksten spürbar wird die Preiserhöhung bei kurzen Strecken: Bisher kostet eine Fahrt in die Nachbarstadt 3,60 Euro, künftig sollen es 7,80 Euro sein. Für viele Pendler, die täglich auf den ÖPNV angewiesen sind, bedeutet dies eine Verdopplung der Fahrtkosten.
Der VRR setzt auf das „Eezy“-Ticket, eine smartphonebasierte Alternative, die die Buchung vereinfachen soll. Doch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) warnt vor den Folgen für die Bezahlbarkeit. Die Preissprünge könnten vor allem einkommensschwächere Fahrgäste stark belasten, so der Verband.
Zudem stellt der VCD infrage, ob die Stadt Solingen als Mitgliedsstadt angesichts der drastischen Tariferhöhungen weiterhin im VRR bleiben sollte. Die Änderungen dürften die politische Debatte über die Zukunft des Verkehrsnetzes und dessen Finanzierung weiter anheizen.
Mit dem Auslaufen der Zwei-Wellen-Tickets müssen sich Fahrgäste auf das neue digitale System einstellen. Der VRR betont, das „Eezy“-Ticket biete mehr Flexibilität – Kritiker halten jedoch die Kosten für das größte Hindernis.
Ab 2026 gelten die neuen Tarife in vollem Umfang, sodass Kurzstrecken deutlich teurer werden. Die Diskussion über bezahlbare Mobilität wird sich zuspitzen, während Pendler und Kommunen die finanzielle Belastung bewerten. Ob das „Eezy“-Ticket sich durchsetzt, hängt davon ab, ob es den Spagat zwischen Komfort und Erschwinglichkeit für die Menschen in der Region schafft.






