24 May 2026, 16:40

Vonovia will 70.000 Wohnungen für Bundeswehr bauen – doch rechnet sich das?

Vonovia bietet seine Dienste der Bundeswehr an

Vonovia will 70.000 Wohnungen für Bundeswehr bauen – doch rechnet sich das?

Deutschlands größter Vermieter Vonovia intensiviert Bemühungen zur Bewältigung der Wohnungsnot in der Bundeswehr

Vonovia-Chef Rolf Buch fordert eine engere Zusammenarbeit mit der Regierung, um Soldaten angemessenen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundeswehr ihre Truppe auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten ausbauen will – während gleichzeitig die Baukosten in der Wohnungswirtschaft steigen.

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Das Unternehmen blickt auf eine lange Geschichte der Kooperation mit dem Bund bei Wohnprojekten zurück. Vonovia hat bereits bestehende Bundeswehr-Liegenschaften übernommen und Nutzungsrechte für Militärangehörige verwaltet. Nun plant der Konzern in diesem Jahr 3.000 neue Wohnungen zu errichten und verfügt über ausreichend Flächen für bis zu 70.000 weitere Einheiten.

Buch betonte, dass verlässlicher Wohnraum entscheidend sei, um Soldatinnen und Soldaten zu rekrutieren und zu halten. Er verwies auf die Erfahrung von Vonovia beim Bau geeigneter Militärunterkünfte. Das Unternehmen sei zudem bereit, neu geschaffene Wohnanlagen speziell für die Bundeswehr zu betreiben.

Die Initiative für mehr Wohnraum passt zu jüngsten Regierungsmaßnahmen, um den Bau zu beschleunigen. Die „Wohnungsbau-Turbo“-Initiative sowie günstigere Kredite der staatlichen Förderbank KfW zielen darauf ab, die Kosten zu senken, die derzeit über 5.000 Euro pro Quadratmeter liegen. Das Ziel: die Baukosten auf unter 3.500 Euro drücken, um Projekte wirtschaftlicher zu gestalten.

Mit verbesserten Rahmenbedingungen für Bauherren erlebt die Immobilienbranche einen Aufschwung. Das Engagement von Vonovia könnte nicht nur die Wohnungsnot in der Bundeswehr lindern, sondern auch die allgemein schwache Bautätigkeit in Deutschland ankurbeln.

Die Pläne von Vonovia würden der Bundeswehr dringend benötigten Wohnraum bieten. Dank der vorhandenen Grundstücksreserven und der Erfahrung mit Militärunterkünften ist das Unternehmen ein zentraler Partner. Bei Erfolg könnte die Initiative zudem dazu beitragen, die Baukosten zu senken und den Wohnungsbau in Deutschland insgesamt zu beschleunigen.

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