22 March 2026, 14:32

Umstrittener Atomtransport rollt trotz Proteste durch NRW – 152 Fässer hochradioaktiven Mülls unterwegs

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, während eine maskierte Menge Taschen hält in einer städtischen Umgebung mit Gebäuden, einer Laterne, Fahnen und einem bewölkten Himmel.

Umstrittener Atomtransport rollt trotz Proteste durch NRW – 152 Fässer hochradioaktiven Mülls unterwegs

Ein umstrittener Atomtransport soll 152 Behälter mit hochradioaktivem Material durch Nordrhein-Westfalen bringen. Die Lieferung, die trotz massiver Proteste durch Gerichtsurteile genehmigt wurde, wird auf einer 170 Kilometer langen Strecke von Jülich nach Ahaus rollen. Umweltverbände und Demonstranten kritisieren die mangelnde Sicherheit, Transparenz und die Notwendigkeit des Transports.

Die geplante Route war kurzzeitig öffentlich einsehbar, bevor sie wieder entfernt wurde. Zudem gilt entlang der betroffenen Autobahnen ein Drohnenflugverbot.

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Bei dem Transport handelt es sich um Brennelemente aus dem stillgelegten Forschungsreaktor in Jülich, die in das Zwischenlager Ahaus gebracht werden sollen. Die genauen Streckenabschnitte wurden von den Behörden als geheim eingestuft, waren jedoch von Mittwochabend bis Donnerstag vorübergehend auf der Digitalen Plattform für Unbemannte Luftfahrt (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums einsehbar. Warum die Details veröffentlicht und später wieder gelöscht wurden, erklärte das Ministerium nicht.

Das Drohnenflugverbot gilt vom 20. bis 27. März 2026 für die Strecke zwischen Jülich und Ahaus. Die Behörden gaben keine Auskunft darüber, wie es zu dem Fehler kam, der zur kurzzeitigen Veröffentlichung der Route führte. Der Transport bleibt ein mögliches Ziel für Proteste oder Sicherheitsrisiken. Gruppen wie der BUND, Stop Westcastor und die Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus kritisieren die Intransparenz und die Gefahren, die mit dem Transport des seit zwölf Jahren eingelagerten Atommülls verbunden sind.

Gegner des Transports halten die Aktion für überflüssig und riskant und bezeichnen sie als eine Fahrt ohne Ziel für Atomabfälle auf öffentlichen Straßen. Gleichzeitig haben Gerichte den Transport bestätigt und dabei auf das öffentliche Interesse an der Räumung des Jülicher Lagers verwiesen. Rund 450 Demonstranten versammelten sich kürzlich in Ahaus, um gegen die Pläne zu protestieren – ein Zeichen für weiteren Widerstand.

Der Transport wird unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden, darunter das Drohnenflugverbot entlang der Route. Umweltverbände stellen die Rechtmäßigkeit des Transports weiterhin infrage, während die Behörden auf die gerichtliche Genehmigung verweisen. Der Vorgang unterstreicht die anhaltenden Konflikte um die Atommüllentsorgung in Deutschland.

Quelle