Streit um Ohligser Stadtring: Senioren gegen Grünflächen-Schützer in Solingen
Jacob FiebigStreit um Ohligser Stadtring: Senioren gegen Grünflächen-Schützer in Solingen
Die Pläne für den Ohligser Stadtring in Solingen haben unter lokalen Gruppen eine Debatte ausgelöst. Während Organisationen wie die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG kleinere städtische Projekte und den Schutz von Grünflächen fordern, verteidigen die Grünen Senioren den aktuellen Verkehrsplan. Ihre Position unterstreicht die Sorgen um die ÖPNV-Anbindung für ältere Bewohner:innen.
Die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG kritisieren seit Langem das Stadtring-Projekt. Stattdessen setzen sie sich für Verkehrsberuhigung in bestehenden Wohnvierteln, begrenzte Neubauten und den Erhalt von Grünflächen ein. Ihre Vorschläge unterscheiden sich jedoch im Detail und haben sich im Laufe der laufenden Gespräche mit der Stadtverwaltung teilweise gewandelt.
Die Grünen Senioren lehnen die Forderungen dieser Gruppen ab, den Stadtring komplett zu streichen und die Lennestraße vollständig für Busse zu sperren. Sie warnen, dass dadurch die Haltestelle "Ohligs Markt" entfallen würde – eine wichtige Verbindung für ältere Fahrgäste. Für sie bietet der aktuelle Verkehrsplan einen fairen Kompromiss: Er reduziert den Busverkehr auf der Lennestraße, erhält aber gleichzeitig die Anbindung an die Innenstadt.
Barrierefreiheit bleibt für die Grünen Senioren oberste Priorität. Sie betonen, dass ältere Menschen stark auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind und dass größere Veränderungen sie nicht isolieren dürfen. Ihre Unterstützung für den bestehenden Plan spiegelt diese Sorge wider – auch wenn andere lokale Vereine radikale Alternativen vorantreiben.
Der Streit um den Ohligser Stadtring dauert an, wobei die Grünen Senioren kompromisslos auf der Verkehrsanbindung für Senior:innen bestehen. Ihre Ablehnung vollständiger Straßensperrungen steht im Kontrast zu den weitergehenden Forderungen nach kleinteiliger Stadterneuerung. Die Stadtverwaltung sieht sich nun vor der Herausforderung, diese unterschiedlichen Prioritäten in der weiteren Planung unter einen Hut zu bringen.






