19 March 2026, 16:37

Streiks im ÖPNV bringen Bielefelder Schulkinder in die Bredouille

Eine Gruppe von Schulbussen fährt auf einer Straße mit hohen Gebäuden, Fußgängern auf dem Gehweg, Bäumen, Laternenmasten, einer Flagge und einem sichtbaren Himmel.

Streiks im ÖPNV bringen Bielefelder Schulkinder in die Bredouille

Streiks im ÖPNV in Bielefeld belasten Familien der Gesamtschule Rosenhöhe

Die anhaltenden Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Bielefeld bereiten Familien der Gesamtschule Rosenhöhe erhebliche Probleme. Rund zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler sind auf Busse und Bahnen angewiesen, um zum Unterricht zu gelangen. Da die Streiks den Fahrplan durcheinanderbringen, tun sich viele Eltern schwer, die gesetzlich vorgeschriebene Schulpflicht ihrer Kinder zu erfüllen.

Der anhaltende Ausstand am Freitag zwingt zahlreiche Eltern, ihren Alltag umzukrempeln. Manche haben kein Auto zur Verfügung, andere arbeiten in Vollzeit oder meistern den Alltag als Alleinerziehende. Unter diesen Bedingungen gestaltet sich die Beförderung der Kinder zur Schule bei eingeschränktem ÖPNV-Angebot besonders schwierig.

Der Bielefelder Verkehrsbetrieb MoBiel hat zugesagt, während der Streiks vorrangig Schulverbindungen zu bedienen. Damit sollen Verspätungen verringert und die Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden. Doch nicht alle Familien können von dieser Lösung profitieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Schule hatte vorgeschlagen, für Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse auf Distanzunterricht umzustellen. Das nordrhein-westfälische Schulministerium lehnte den Vorschlag jedoch ab und bestand darauf, dass die Präsenzpflicht weiterhin gilt. Eltern, die keine alternativen Transportmöglichkeiten organisieren können, müssen daher Urlaub nehmen oder fehlen bei der Arbeit – mit entsprechenden Verdienstausfällen.

Laut den Regelungen in Nordrhein-Westfalen müssen Schülerinnen und Schüler selbst dann zur Schule erscheinen, wenn Streiks angekündigt sind. Diese Vorgabe lässt Familien kaum Spielraum, wenn der öffentliche Nahverkehr sie im Stich lässt.

Die Streiks zeigen, wie sehr Familien auf Busse und Bahnen für den Schulweg angewiesen sind. Da Distanzunterricht nicht erlaubt ist und die Anwesenheitspflicht besteht, müssen Eltern nach Alternativen suchen, um ihre Kinder zur Schule zu bringen. Die Situation belastet weiterhin Arbeitspläne und den Tagesablauf vieler Bielefelder Haushalte.

Quelle