Strack-Zimmermann will FDP-Vorsitz im Duo mit Kubicki oder Höne erobern
Gerhart HenckStrack-Zimmermann will FDP-Vorsitz im Duo mit Kubicki oder Höne erobern
FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat signalisiert, bereit zu sein, für den Parteivorsitz in einem gemeinsamen Ticket zu kandidieren. Als mögliche Partner sieht sie zwei Kandidaten: den erfahrenen Wolfgang Kubicki und den aufstrebenden Henning Höne. Ihre Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der die FDP mit sinkender Unterstützung zu kämpfen hat – besonders nach dem deutlichen Verlust bei der jüngsten Wahl in Baden-Württemberg.
Bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg erlebte die FDP einen drastischen Einbruch. Ihr Zweitstimmenergebnis fiel von 10,5 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 4,4 Prozent, wodurch die Partei ihre Mandate im Landtag verlor. Zwar liegen noch nicht alle bundesweiten Daten vor, doch ähnliche Rückgänge zeigen sich auch in anderen Bundesländern: In Nordrhein-Westfalen erreichte die FDP 2022 nur noch 7 Prozent, in Berlin 2023 4 Prozent und in Hessen ebenfalls 2023 5 Prozent – überall schwindet die Unterstützung.
Nach dem schlechten Abschneiden in Baden-Württemberg sprach Strack-Zimmermann mit Kubicki über eine gemeinsame Kandidatur für den Parteivorsitz. Dieser lehnte den Vorschlag zunächst ab, doch sie bleibt offen für die Idee. Gerüchte über persönliche Spannungen zwischen den beiden wies sie zurück und beschrieb Kubicki als direkt, erfahren und in der Lage, ein breites Wählerpublikum anzusprechen.
Als weiteren möglichen Co-Vorsitzenden nannte Strack-Zimmermann Henning Höne. Trotz seiner relativen Jugend schätzt sie ihn als politisch versiert ein und ist überzeugt, dass seine Generation die Zukunft der FDP prägen wird. Angesichts der Schwierigkeiten der Partei, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen, argumentierte sie, dass eine Zusammenarbeit – ob mit Kubicki oder Höne – helfen könnte, die Ausrichtung der FDP zu stabilisieren.
Die FDP steht nun vor einer entscheidenden Weichenstellung in der Führungsfrage, während sie versucht, sich von den Wahlniederlagen zu erholen. Strack-Zimmermanns Vorschläge skizzieren zwei unterschiedliche Optionen: Kubickis bewährte Präsenz oder Hönes frischer Ansatz. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie die Partei auf den Rückgang ihrer Unterstützung in zentralen Regionen reagiert.






