SPD Solingen will Umnutzung von Kirchengebäuden mit neuer Koordinierungsstelle beschleunigen
Branko JüttnerSPD Solingen will Umnutzung von Kirchengebäuden mit neuer Koordinierungsstelle beschleunigen
Die Solinger SPD drängt auf stärkere kommunale Unterstützung, um Kirchengemeinden bei der Umnutzung stillgelegter Gebäude zu helfen. Viele evangelische und katholische Gruppen in der Stadt erkunden bereits Möglichkeiten, ihre Immobilien neuen Zwecken zuzuführen. In einem aktuellen Antrag fordert die Partei eine bessere Koordinierung, um den Prozess zu vereinfachen und bürokratische Hürden abzubauen.
Im Mittelpunkt des Vorschlags steht die Einrichtung einer eigenen Koordinierungsstelle innerhalb der Stadtverwaltung. Diese soll als zentrale Anlaufstelle für die Gemeinden fungieren und bei komplexen Bauvorschriften sowie Denkmalschutzbestimmungen beraten. Zudem soll eine Arbeitsgruppe aus Politikern und Beamten die Planung unterstützen und unnötige Verzögerungen durch Bürokratie verringern.
Die SPD strebt außerdem die Festlegung gemeinsamer Grundsätze zwischen Rat, Verwaltung und Kirchengemeinden an. Dazu gehört die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle im Rathaus, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Ziel ist es, zügig praktische Lösungen voranzutreiben – nicht finanzielle Hilfen, da der Antrag keine direkten städtischen Mittel vorsieht.
Aktuell zeigt die Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche, wie ehemalige Sakralbauten umgestaltet werden können. Die Schau präsentiert verschiedene Projekte, die jeweils mit strengen Auflagen und Denkmalschutzvorgaben kämpfen. Die SPD argumentiert, dass ein einheitlicher, überparteilicher Ansatz aller demokratischen Kräfte im Rat diese Herausforderungen wirksamer bewältigen könnte.
Wird der Plan angenommen, erhalten Gemeinden klarere Leitlinien für den Umgang mit rechtlichen und baulichen Hindernissen. Der Fokus liegt auf praktischer Hilfe, insbesondere bei Baugenehmigungen und Denkmalschutz. Das Ergebnis könnte es Kirchen erleichtern, ihre Gebäude umzunutzen, während administrative Barrieren auf ein Minimum reduziert werden.






