Solinger Kirchen stehen vor radikaler Umstrukturierung bis 2027
Die Evangelische Kirche im Rheinland plant umfangreiche Veränderungen an ihren Gebäuden in Solingen. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen und schrumpfender Finanzmittel hat der Kirchenkreis eine Strategie erarbeitet, um die langfristige Nachhaltigkeit zu sichern. Eine außerordentliche Synode im März 2026 wird die Vorschläge prüfen; endgültige Beschlüsse werden bis Ende 2027 erwartet.
Eine siebenköpfige Arbeitsgruppe unter Leitung von Hartmut Hoferichter hat die Zukunft der Kirchen und Gemeindezentren bewertet. Ihr Bericht unterteilt die Immobilien in drei Kategorien: solche, die erhalten bleiben, solche, die weiter geprüft werden müssen, und solche, die für die kirchliche Nutzung nicht mehr tragfähig sind.
Fünf Gebäude – die Evangelischen Kirchen Merscheid, Widdert und Ketzberg sowie das Gemeindezentrum Zwinglistraße und die Lutherkirche – gelten als langfristig nicht mehr haltbar. Dagegen bleiben die Protestantische Stadtkirche Ohligs, die Waldkirche, die Dorper Kirche und die Evangelische Kirche Gräfrath über das Jahr 2035 hinaus in Betrieb. Drei Gemeindezentren – Höhscheid, Wittenbergstraße sowie Schützenstraße/Ritterstraße – stehen ebenfalls auf der Behaltensliste.
Ungewiss ist noch das Schicksal der Stadtkirche Mitte. Ihre zentrale Lage, gute Erreichbarkeit und vielfältigen Funktionen erfordern weitere Beratungen. Der Kirchenkreis rechnet damit, dass sich seine finanziellen Mittel bis Mitte der 2030er-Jahre halbsieren werden – bei gleichzeitig rückläufigen Mitgliederzahlen und hauptamtlichem Personal.
Um bis 2035 klimaneutral zu werden, sind erhebliche Investitionen in Sanierungen nötig. Die Pläne sollen praktische Erfordernisse mit finanziellen Grenzen in Einklang bringen und sicherstellen, dass die Kirchengebäude ihren Zweck weiterhin erfüllen können.
Die Beschlüsse der Synode werden die Zukunft der Solinger Kirchenimmobilien prägen. Angesichts knapper Mittel und schrumpfender Gemeinden muss der Kirchenkreis Prioritäten setzen, welche Gebäude erhalten bleiben. Die endgültigen Weichenstellungen sollen bis Ende 2027 fallen und die nächste Planungs- und Investitionsphase einleiten.
Key Date Set for Church Restructuring Vote
Die außerordentliche Synode zur Überprüfung der Kirchenneustrukturierungsvorschläge in Solingen wurde für den 14. März 2026 angesetzt, wie kürzliche Berichte bestätigen. Dieses genaue Datum markiert die erste formelle Diskussion der Empfehlungen der Arbeitsgruppe, wobei finale Entscheidungen bis Ende 2027 erwartet werden. Die Aktualisierung klärt den Zeitplan für die Synode, die Vorschläge zur Schließung oder Umnutzung mehrerer Gebäude aufgrund finanzieller Druck und sinkender Mitgliedschaft behandelt.