22 March 2026, 10:29

Solingen holt die vergessenen Liewerfrauen ins heutige Bewusstsein zurück

Detailierte alte Karte von Zoffingen, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude, Bäume und Text auf vergilbten Papier.

Solingen holt die vergessenen Liewerfrauen ins heutige Bewusstsein zurück

Solingen belebt das Erbe der Liewerfrauen neu – der Frauen, die einst schwere Waren in Körben durch ganz Europa trugen. Obwohl ihr Gewerbe im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung verschwand, bewahrt die Stadt ihre Geschichte bis heute. Nun soll ihr Vermächtnis während der Wandersaison von März bis Oktober noch zugänglicher für Besucher werden.

Das Lieferkontor, ein historisches Gebäude nahe dem Solinger Stadtzentrum, war einst ein zentraler Anlaufpunkt für die Liewerfrauen. Hier luden sie ihre Lasten ab und erhielten ihren Lohn. Heute beherbergt es eine Ausstellung über ihre Arbeit.

Ein 15 Kilometer langer Rundweg, der Liewerfrauenweg, verbindet heute wichtige Stätten der industriellen Vergangenheit der Stadt. Die Route folgt teilweise den ursprünglichen Lieferwegen der Frauen. Am 19. April startet um 13:00 Uhr eine geführte Wanderung vom Gründerzentrum aus, die einen Abschnitt des Weges bis nach Wipperkotten führt.

Um das Lieferkontor bekannter zu machen, sind mindestens ein Öffnungstag pro Monat geplant. Der örtliche Guide Lutz Peters wird zusätzlich vier Sonntage von 11:00 bis 13:00 Uhr öffnen. Sollten sich weitere Ehrenamtliche melden, könnten weitere Termine hinzukommen. Langfristig streben die Stadt und ihr Förderverein an, die Stätte jeden ersten Sonntag im Monat von April bis Oktober zu öffnen.

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2026 wird das Büro im Rahmen des Stadtmarketings und Tourismus fünfmal jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr seine Türen öffnen. Die Initiative ist Teil eines größeren Vorhabens, die Geschichte der Liewerfrauen für Wanderer und Besucher lebendig zu halten.

Die erweiterten Öffnungszeiten und geführten Touren bieten mehr Menschen die Möglichkeit, das industrielle Erbe Solingens zu entdecken. Das Lieferkontor und der dazugehörige Weg schaffen eine direkte Verbindung zur Vergangenheit der Liewerfrauen. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Projekt in den Hauptwandermonaten sowohl Einheimische als auch Touristen anzieht.

Quelle