Rindfleischpreise fallen erneut – doch Verbraucher zahlen weiterhin 20 % mehr
Anika ThiesRindfleischpreise fallen erneut – doch Verbraucher zahlen weiterhin 20 % mehr
Rindfleischpreise in Deutschland sinken zum zweiten Mal in Folge
Laut der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sind die Rindfleischpreise in Deutschland zum zweiten Mal hintereinander gefallen. Trotz des Rückgangs der Viehpreise zahlen Verbraucher jedoch weiterhin 20,8 % mehr für Rindfleisch als noch im Vorjahr.
Der Verbandspreis für Rinder aller Kategorien ist um 10 Cent pro Kilogramm Lebendgewicht gesunken. Bei Jungbullen liegt der Preis für die Klasse O3 nun bei 6,62 Euro/kg LG, während U3-Bullen 6,85 Euro/kg LG erzielen. R3-Jungbullen werden mit 6,80 Euro/kg LG gehandelt.
Schlachtkühe der Klasse R3 bringen 6,50 Euro/kg LG, O3-Kühe liegen bei 6,20 Euro/kg LG. Bei Kühen der Klasse O3 beträgt der Preis 6,15 Euro/kg LG, während R3-Kühe 6,20 Euro/kg LG erreichen.
Die Schlachthöfe drängen auf eine weitere Senkung um 20 Cent/kg LG. Das Angebot an Schlachtrindern bleibt knapp, wobei einige Kategorien trotz moderater Nachfrage weiterhin Mangelware sind. Der Fleischabsatz bleibt schwach, was den Druck auf den Markt erhöht.
Die jüngsten Preisanpassungen spiegeln die anhaltenden Herausforderungen auf dem Rindfleischmarkt wider: Landwirte erhalten weniger für ihr Vieh, doch die Verbraucherpreise bleiben hoch. Die Schlachthöfe fordern weitere Kürzungen, um die finanzielle Belastung zu verringern.
