25 March 2026, 06:28

Renault revolutioniert Batterie-Lieferkette mit Kreislaufwirtschaft und Echtzeit-Daten

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert Batterie-Lieferkette mit Kreislaufwirtschaft und Echtzeit-Daten

Renault Gruppe gestaltet Batterie-Lieferkette um und behandelt Akkus als wertvolle Vermögenswerte statt als Wegwerfteile

Der Wandel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen Herausforderungen wie Echtzeit-Datenlücken und strenge Vorschriften für Gefahrgüter bewältigt. Wie Israfil Beker, Geschäftsführer der Aftersales-EV-Lieferkette, erklärt, können Batterien bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Fahrzeugs ausmachen.

Das neue Konzept des Konzerns basiert auf einem 360-Grad-Modell, bei dem jeder Partner in der Kette gleichzeitig als Lieferant und Kunde agiert. Ein Beispiel: Ein Batterie-Reparaturzentrum erhält Ersatzteile von Renault und gibt generalüberholte Einheiten zurück in den Bestand. Dieses Kreislaufsystem verhindert, dass Fahrzeuge wochenlang wegen Batterieproblemen stillstehen.

Echtzeit-Daten als entscheidender Hebel Die fehlende Transparenz in Echtzeit stellte bisher ein großes Hindernis dar, da Partner unterschiedliche ERP-, WMS- und TMS-Systeme nutzten. Zur Lösung führte Renault Ende 2024 OpenR Link ein – eine einheitliche Plattform, die Händlern nun ermöglicht, den Batteriezustand über ein zentrales Dashboard zu überwachen. Logistikunternehmen wie Geodis setzen zudem API-verknüpfte Tools für vorausschauende Wartung und intelligente Routenplanung ein. Laut dem Nachhaltigkeitsbericht 2025 von Renault sank die Ausfallzeit dadurch bereits um 25 Prozent.

Regulatorische Hürden und beschleunigte Reparaturen Die komplexen Vorschriften für Gefahrgüter – zu denen auch Batterien zählen – erschweren die Prozesse zusätzlich. Selbst innerhalb eines Landes wie Deutschland können die Regelungen variieren. Renaults Tauschprogramm für Batterien soll Reparaturen beschleunigen: Defekte Einheiten werden umgehend ersetzt, während die Originalbatterie parallel instand gesetzt und wieder dem Bestand zugeführt wird.

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Die Lieferkette selbst umfasst mehrere Ströme – von Händlern und Werkstätten über Lager bis hin zu Recyclingbetrieben. Beker erläuterte diese Details kürzlich in einem Interview mit Automotive Logistics und betonte, wie die 2023 eingeführte Batteriestrategie die Fortschritte vorantreibt.

Fazit: Effizienzsteigerung durch Kreislaufwirtschaft Renaults neu gestaltete Lieferkette behandelt Batterien nun als kritische Vermögenswerte und nicht als Verbrauchsmaterial. Durch das 360-Grad-Modell, Echtzeit-Tracking und schnellere Reparaturen konnten Verzögerungen reduziert und die Effizienz gesteigert werden. Da Batterien fast ein Drittel des Fahrzeugwerts ausmachen, stellt das System sicher, dass sie im Umlauf bleiben – statt kostspielige Stillstandszeiten zu verursachen.

Quelle