29 June 2026, 14:26

Politisch motivierte Straftaten in Bielefeld steigen um über 30 Prozent an

POL-BI: Jahresbericht über politisch motivierte Kriminalität 2024

Politisch motivierte Straftaten in Bielefeld steigen um über 30 Prozent an

In Bielefeld ist die Zahl der politisch motivierten Straftaten im vergangenen Jahr stark angestiegen. 2024 wurden insgesamt 1.163 Fälle registriert – ein Anstieg um 32,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Jahresbericht mit diesen Zahlen ist nun auf der Website der Bielefelder Polizei abrufbar.

Der deutliche Anstieg geht vor allem auf Delikte im Zusammenhang mit rechtsextremen Tendenzen und anderen ideologischen Zuordnungen zurück. Auch Straftaten mit Social-Media-Bezug nahmen deutlich zu: Hier stieg die Zahl um 72,9 Prozent auf 166 Fälle. Davon waren 99 Hasspostings, von denen wiederum etwas mehr als die Hälfte dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen waren.

Trotz des insgesamt gestiegenen Aufkommens ging die Zahl der gewalttätigen politisch motivierten Straftaten um 62 Prozent auf 22 Fälle zurück. Keiner der 56 erfassten antisemitischen Vorfälle war gewalttätig. Die Aufklärungsquote bei solchen Delikten blieb mit 36,54 Prozent unverändert – und damit auf demselben Niveau wie seit 2019.

Der Bericht zeigt ein gemischtes Bild der politisch motivierten Kriminalität in Bielefeld: Zwar stieg die Gesamtzahl der Fälle, doch gewalttätige Vorfälle nahmen ab, und die Aufklärungsquote blieb stabil. Die Daten bieten einen detaillierten Einblick in die sich wandelnden Strukturen dieser Straftaten in der Stadt.

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