"One Billion Rising": Wenn Tanz zum globalen Protest für Frauenrechte wird
Anika ThiesTanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - "One Billion Rising": Wenn Tanz zum globalen Protest für Frauenrechte wird
Jedes Jahr am Valentinstag geht eine globale Bewegung auf die Straßen, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Kampagne "One Billion Rising", 2012 von der Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen, vereint Menschen durch Tanz, um Veränderung zu fordern. In diesem Jahr beteiligen sich über 1.000 Städte – von Siegburg bis Mumbai – an dem Aufruf nach Gerechtigkeit.
Die Kampagne entstand als Reaktion auf eine erschreckende Statistik: Weltweit wird jede dritte Frau in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erleben. Enslers Initiative machte den Tanz zu einem Werkzeug des Widerstands, mit jährlichen Flashmobs am 14. Februar. Im Laufe der Zeit wuchs die Bewegung und verband Online-Aktivismus mit kraftvollen Präsenzdemonstrationen.
Alleiner in Nordrhein-Westfalen organisieren rund 30 Städte und Gemeinden Veranstaltungen. Der Protest in Siegburg steht unter dem Motto "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" und thematisiert die Gefahren, denen Frauen in festlichen Umgebungen ausgesetzt sind. Unterdessen finden in Duisburg und Detmold Tanzevents statt, die globale weibliche Solidarität symbolisieren.
Obwohl soziale Medien helfen, Unterstützer:innen zu mobilisieren, liegt die Stärke der Kampagne in den physischen Zusammenkünften. Die Teilnehmenden erobern öffentliche Räume zurück, ihre Energie wird durch das gemeinsame Tanzen verstärkt. In diesem Jahr sind alle aufgerufen, Videos von sich einzureichen, in denen sie zu "Women on Fire" – der Hymne der Kampagne – tanzen. Diese Clips werden zu einem weltweiten Collage-Video zusammengeschnitten, das die Einheit über Kontinente hinweg zeigt.
Auch außerhalb Europas finden in Metropolen wie New York, Mexiko-Stadt, São Paulo, Mumbai und Johannesburg große Kundgebungen statt. Jeder Standort passt den Protest an lokale Themen an, doch alle eint dieselbe Forderung: ein Ende der geschlechtsspezifischen Gewalt.
Die Kampagne 2026 markiert ein weiteres Jahr globalen Engagements, bei dem Tausende an Straßentänzen und digitalen Aktionen teilnehmen. Von lokalen Flashmobs bis hin zu einem weltweiten Videocollage setzt sich die Bewegung weiterhin für Verantwortung und Sicherheit ein. Die Proteste erinnern daran, dass der Kampf gegen Gewalt trotz Fortschritten dringend bleibt.
Germany's 2026 One Billion Rising events draw thousands across 150 locations
New reports confirm Germany's 2026 One Billion Rising demonstrations reached unprecedented scale:
- 150 locations nationwide hosted events, including 30 in North Rhine-Westphalia
- In Duisburg, participants formed a human circle around a 'Nein zu Gewalt gegen Frauen' poster
- Over 10,000 people attended the Frankfurt Hauptwache event featuring sign language interpretation and choreography by BeShoo






