10 May 2026, 22:26

NRW reformiert Kita-Betreuung: Mehr Geld, neue Kernzeiten und Kritik an Fachkräfte-Rolle

Plakat mit der Aufschrift "Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" von der Nationalen Kinderarbeitskommission, das eine US-Karte und Abbildungen von Komiteemitgliedern zeigt.

NRW reformiert Kita-Betreuung: Mehr Geld, neue Kernzeiten und Kritik an Fachkräfte-Rolle

Nordrhein-Westfalen macht großen Schritt bei Kita-Reform mit neuem Gesetz

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Nordrhein-Westfalen hat einen wichtigen Schritt zur Reform der Kinderbetreuung unternommen: Familienministerin Josefine Paul und führende Verbände unterzeichneten heute die Eckpunkte für das aktualisierte Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Die Änderungen zielen darauf ab, die Betreuung zuverlässiger zu gestalten und gleichzeitig Millionen in Personal und Einrichtungen zu investieren.

Kernzeitmodell soll Betreuung effizienter machen Die Reform führt ein Kernzeitmodell ein, um die Betreuungszeiten zu straffen. Demnach sollen Erzieher:innen die Kinder mindestens fünf Stunden am Tag direkt betreuen. Außerhalb dieser Kernzeiten können andere Kräfte die Betreuung übernehmen. Diese Umstellung soll Bürokratie abbauen und größere Gruppengößen ermöglichen.

Kritik an möglicher Abwertung der Fachkräfte Kritiker:innen warnen jedoch, dass das Modell die Rolle qualifizierter Erzieher:innen untergraben könnte. Einige befürchten, die frühkindliche Bildung könnte leiden, wenn die fachliche Begleitung ausgedünnt wird. Trotz der Bedenken haben sich Landesregierung und Kita-Träger darauf verständigt, jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich in neues Personal zu investieren.

Gesetz soll 2027 in Kraft treten – Übergangsphase mit Extra-Mitteln Das Ministerium plant, den Gesetzentwurf bis Ende dieses Jahres finalisieren. Wird er 2025 vom Landtag verabschiedet, tritt das neue KiBiz im August 2027 in Kraft. Um den Übergang zu erleichtern, stellt das Land in den kommenden zwölf Monaten weitere 200 Millionen Euro als freiwillige Förderung für Träger bereit.

Mehr Geld, mehr Qualität? Reform verspricht 200 Millionen Euro jährlich Insgesamt sieht die Reform 200 Millionen Euro mehr pro Jahr für die Kinderbetreuung vor. Ziel ist es, die Verlässlichkeit zu erhöhen, ohne Qualität und Kosten aus dem Blick zu verlieren.

KiBiz-Novelle bringt tiefgreifende Änderungen für Kitas in NRW Mit zusätzlichen Mitteln und einem neuen Personalmodell will das Land die Unterstützung für Familien stärken. Der finale Gesetzentwurf soll 2025 ins Parlament eingebracht werden, die Umsetzung beginnt zwei Jahre später.

Quelle