NRW lockt Quereinsteiger mit kostenloser Kita-Ausbildung an
Nordrhein-Westfalen bekämpft Personalmangel in Kitas mit neuem Förderprogramm für Quereinsteiger
Mit einer neuen Förderinitiative will Nordrhein-Westfalen dem Fachkräftemangel in Kindertageseinrichtungen begegnen. Das Programm übernimmt die Qualifizierungskosten und ermöglicht Berufstätigen aus anderen Branchen eine Umschulung im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung. Eine der ersten Interessentinnen ist eine peruanische Biologieprofessorin, die bereits Interesse an einem Wechsel in den Bereich zeigt.
Das vom Land geförderte Pilotprojekt zielt darauf ab, Fachkräfte mit unterschiedlichen Werdegängen für die frühkindliche Bildung zu gewinnen. Die Teilnehmer müssen eine berufsbegleitende Ausbildung absolvieren, während sie bereits in einer Einrichtung arbeiten. Die finanzielle Unterstützung beseitigt Hürden und erleichtert so den Berufswechsel für alle, die sich neu orientieren möchten.
In der AWO-Kita Sonnenblume in Alfter sind bereits die ersten Bewerbungen eingegangen. Heidi Borda, eine ursprünglich aus Peru stammende Biologieprofessorin, absolvierte kürzlich einen Schnuppertag in der Einrichtung. Ihre akademischen Qualifikationen erfüllen bereits die grundlegenden Anforderungen des Programms – und sie hofft, ihre Begeisterung für die Natur an die Kinder weitergeben zu können.
Sandra Lütz, die Kitaleiterin, sieht in Bordas naturwissenschaftlichem Hintergrund großes Potenzial. Sie ist überzeugt, dass solches Fachwissen das Team bereichern und den Kindern neue Lernimpulse bieten kann. Die Initiative stößt auch auf mediales Interesse: Die "Lokalzeit aus Bonn" wird am 17. November 2025 um 19:30 Uhr über das Projekt berichten.
Das Programm ebnet Fachkräften wie Borda den Weg in die Kinderbetreuung – ohne finanzielle Belastung. Da bereits Bewerbungen eingehen, könnten Kitas bald von einer vielfältigeren Belegschaft profitieren. Die Landesförderung stellt sicher, dass die Umschulung für alle, die den Schritt wagen möchten, zugänglich bleibt.






