07 June 2026, 04:25

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Tief in NRW mit Rekordförderung

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Apartments

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Tief in NRW mit Rekordförderung

Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – doch Mönchengladbach setzt auf Rekordförderung

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Nordrhein-Westfalen ist der Wohnungsbau 2025 auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gesunken: Nur 37.185 Wohnungen wurden fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Einbruch fällt in eine Phase, in der Baugenehmigungen seit 2020 stark zurückgehen und steigende Kosten neue Projekte immer schwerer finanzierbar machen. Doch in Mönchengladbach präsentiert sich ein anderes Bild: Hier boomt der Bau, unterstützt durch Rekordsubventionen für bezahlbaren Wohnraum.

Dabei kämpft die Branche in ganz Nordrhein-Westfalen mit wachsenden Herausforderungen. Seit 2020 sind die Baugenehmigungen um 27,4 Prozent eingebrochen, während die Zinsen für Baukredite – einst nahe null – mittlerweile zwischen drei und vier Prozent liegen. Allein im frühen Jahr 2025 stiegen die Wohnbaukosten um 3,2 Prozent, was die finanzielle Belastung weiter verschärft.

Mönchengladbach als positive Ausnahme Die Stadt jedoch hebt sich deutlich ab: 2025 wurden hier 758 Wohnungen fertiggestellt – ein Anstieg um 188 Prozent gegenüber 2024. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt Mönchengladbach auf Platz drei der kreisfreien Städte und übertrifft den Landesdurchschnitt deutlich.

Ein zentraler Treiber ist die 2023 gestartete Wohnungsbauinitiative der Stadt. Durch den Einsatz von rund 43 Millionen Euro Eigenkapital mobilisierte Mönchengladbach bis zu fünfmal so viel an zusätzlichen Fördermitteln und Krediten. 2025 bewilligte die Stadt 43,2 Millionen Euro an Wohnbauförderung für 218 Wohneinheiten – fast auf dem Niveau des Vorjahresrekords. Auch die Ausgaben für den sozialen Wohnungsbau explodierten: 2024 wurden 274 Prozent des ursprünglichen Haushaltsansatzes aufgebraucht, nach nur fünf Prozent im Jahr 2021.

Das städtische Wohnungsunternehmen WohnBau verwaltet rund 4.500 Wohnungen zu unter Marktpreis liegenden Mieten und treibt weiterhin neue Projekte voran. Dieser Ansatz steht im scharfen Kontrast zur allgemeinen Entwicklung in der Region, wo hohe Kosten und begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten den Fortschritt ausbremsen.

Erfolgsmodell mit Signalwirkung Während Nordrhein-Westfalen mit schrumpfendem Wohnungsbau und steigenden Ausgaben ringt, hat Mönchengladbach seine Bauleistung durch gezielte Subventionen und Investitionen deutlich gesteigert. Die Maßnahmen führten zu einem spürbaren Anstieg fertiggestellter Wohnungen – trotz der belastenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Vorerst bietet die Stadt damit ein seltenes Beispiel für Wachstum in einem ansonsten schrumpfenden Markt.

Quelle