04 April 2026, 22:28

Moers setzt auf frische Ideen: Bürger:innen gestalten Demokratie neu

Ein Diagramm mit der Überschrift "Gemeinschaftliche Rechenschaftspflicht" mit einem zentralen Kreis, der durch Pfeile mit drei überlappenden Kreisen verbunden ist, alle in fetter, leuchtender Farbe.

Moers setzt auf frische Ideen: Bürger:innen gestalten Demokratie neu

Moers startet neues Projekt zur Stärkung der Bürgerbeteiligung

Vom 4. bis 7. November kommen in Moers über 50 Bürger:innen zusammen, um Vorschläge zur Förderung der zivilgesellschaftlichen Mitwirkung auszuarbeiten. Die Initiative geht auf eine Empfehlung des Moerser Bürgerrats zurück, die der Stadtrat im vergangenen Monat billigte.

Das Projekt startet im Rahmen des Bundesprogramms "Lebendige Demokratie!" und wird vom nexus Institut in Berlin sowie dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal unterstützt. Bürgermeisterin Julia Zupancic eröffnete die Veranstaltung am 4. November und bezeichnete sie als ein "gelebtes Beispiel für Demokratie in Aktion".

Die Teilnehmer:innen wurden mit fachlicher Begleitung ausgewählt, wobei bewusst Menschen berücksichtigt wurden, die bisher wenig oder gar nicht in der Kommunalpolitik aktiv waren. Die Organisator:innen legten Wert auf eine vielfältige Gruppe mit unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen und Perspektiven. Diana Finkele, Leiterin des Amts für kommunale Bildung, und die Demokratiebeauftragte Eleni Kremeti fungieren als zentrale Schnittstellen zwischen den Bürger:innen und der Stadtverwaltung.

Die Idee entstand im Moerser Bürgerrat, dessen Vorschlag der Stadtrat im Oktober 2024 offiziell annahm. Zwar gibt es keine Daten zu früheren Beteiligungsquoten in Moers, doch knüpft das Projekt an frühere regionale Kooperationen an – etwa an einen Runden Tisch zur Solarenergie, an dem sich auch andere Kommunen aus Nordrhein-Westfalen beteiligten.

Innerhalb der vier Tage sollen konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung in Moers erarbeitet werden. Diese werden anschließend von der Stadtverwaltung auf mögliche Umsetzung geprüft. Das Projekt ist eine direkte Antwort auf die Forderung der Bürger:innen nach inklusiveren Entscheidungsprozessen.

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