Martinsumzüge in Süchteln gerettet: Einigung zwischen Stadt und Feuerwehr
Gerhart HenckMartinsumzüge in Süchteln gerettet: Einigung zwischen Stadt und Feuerwehr
Martinsumzüge in Süchteln finden wie geplant statt – nach Einigung zwischen Stadt und Feuerwehr
Die traditionellen Martinsumzüge in Süchteln können wie vorgesehen stattfinden, nachdem sich die Stadtverwaltung und die Feuerwehr auf eine Lösung verständigt haben. Zuvor hatte es Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsvorgaben gegeben, doch nun sorgt die gefundene Regelung dafür, dass die Veranstaltungen unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt werden können. Bürgermeisterin Sabine Anemüller betonte, dass weder die Stadt noch die Feuerwehr jemals die Zukunft des Brauchs infrage gestellt hätten.
Auslöser der Diskussion waren Fragen zur Rolle der Feuerwehr bei den Umzügen. Nach dem Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz Nordrhein-Westfalen (BHKG NRW) obliegt den Feuerwehrkräften keine gesetzliche Verpflichtung, solche Veranstaltungen zu begleiten, da ihr Hauptauftrag im Brandschutz – und nicht in der Verkehrs- oder allgemeinen Sicherheit – liegt. Die Polizei bleibt weiterhin die primär zuständige Behörde für die Absicherung der Umzüge, während das Ordnungsamt die endgültige Genehmigung erteilt.
Die St.-Martins-Vereine müssen dennoch zentrale Auflagen erfüllen, um ihre Prozessionen durchführen zu dürfen. Dazu gehören ausreichend Aufsichtspersonen in Warnwesten sowie eine ordnungsgemäße Beleuchtung. Zwar dürfen Feuerwehrleute in Uniform an den Umzügen teilnehmen, ihre Anwesenheit ersetzt jedoch nicht die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen.
Die Stadtführung hat deutlich gemacht, dass sie im Falle noch offener Fragen eingreifen wird. Der Kompromiss ermöglicht es, die Tradition fortzuführen, ohne der Feuerwehr zusätzliche rechtliche Verpflichtungen aufzuerlegen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass die Martinsumzüge unter den bestehenden Sicherheitsregelungen stattfinden dürfen. Feuerwehrkräfte können freiwillig mitwirken, doch die Verantwortung für Verkehrssicherung und Menschenmengenkontrolle liegt weiterhin bei der Polizei und den Veranstaltern. Die Stadt steht bereit, sollte es zu weiteren Herausforderungen kommen.






