28 March 2026, 10:34

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – während sie als Alternativmedizinerin arbeitete

Cartoon-Illustration, die Reform-Vertreter bei der überwindung einer als 'Korruption' bezeichneten Personifikation zeigt, mit der überschrift 'Die Champions der Reform zerstören das Monster der Korruption.'

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – während sie als Alternativmedizinerin arbeitete

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel bezieht seit über 16 Jahren bezahlten Krankengeldbezug, während sie angeblich in der alternativen Medizin tätig war. Nun ermitteln die Behörden gegen sie wegen des Verdachts auf Betrug – gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Düsseldorfer Bezirksregierungspräsidiums. Der Fall wirft Fragen zur Aufsichtspraxis im Bildungssystem des Landes auf.

Die Lehrerin unterrichtete zuletzt im Jahr 2009 regelmäßig, bevor sie ärztliche Atteste wegen einer psychischen Erkrankung vorlegte. Trotz ihrer Abwesenheit erhielt sie weiterhin ihr volles Gehalt vom Land Nordrhein-Westfalen. Eine amtliche ärztliche Untersuchung wurde während ihres langjährigen Krankengeldbezugs nie angefordert.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Betrugsverfahren für den Zeitraum von 2021 bis 2025 eingeleitet. Berichten zufolge praktizierte die Lehrerin während ihrer Krankschreibung als Alternativmedizinerin, wobei Details zu ihrer Tätigkeit noch unklar sind. Ermittler durchsuchten kürzlich ihr Haus in Duisburg und beschlagnahmten Dokumente sowie digitale Speichermedien.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zudem prüfen die Behörden, ob die Lehrerin und die Bezirksregierungsmitarbeiterin ihre dienstlichen Pflichten vernachlässigt haben. Der Fall hat das Land veranlasst, strengere Kontrollen bei langfristigen oder wiederkehrenden Krankschreibungen anzukündigen.

Die Ermittlungen laufen noch; die Staatsanwaltschaft konzentriert sich auf mögliche Betrugsfälle und Pflichtverstöße. Besonders unter der Lupe stehen die fortlaufenden Gehaltszahlungen und das Fehlen amtlicher Gesundheitsprüfungen. Nordrhein-Westfalen hat bereits angekündigt, die Überwachung längerer Fehlzeiten zu verschärfen.

Quelle