30 April 2026, 14:41

Lehrerin droht Disziplinarverfahren nach TV-Auftritten während Krankschreibung

Eine Gruppe von Menschen in Schürzen und Mützen bereitet in einer Küche Essen zu, umgeben von einem Herd mit einem Topf Essen, mit Schränken und einer Wand im Hintergrund.

Vertretungslehrer soll in Kochshows aufgetreten sein - Lehrerin droht Disziplinarverfahren nach TV-Auftritten während Krankschreibung

Eine Lehrerin in Nordrhein-Westfalen sieht sich disziplinarischen Maßnahmen gegenüber, nachdem sie während einer langfristigen Krankschreibung in Fernseh-Kochsendungen aufgetreten war. Die Bezirksregierung Köln leitete nach einer Prüfung des Falls ein Verfahren ein, das zudem politische Kritik ausgelöst hat.

Die Pädagogin, die fast ein Jahr wegen Krankheit gefehlt hatte, nahm in dieser Zeit an zwei Kochformaten teil. Nach Auswertung ihrer Stellungnahme beschloss die Bezirksregierung, formelle Disziplinarmaßnahmen einzuleiten.

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Die Angelegenheit stieß bei der Freien Demokratischen Partei (FDP) auf scharfe Kritik. Franziska Müller-Rech, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, forderte ein wirksameres System, um zu überprüfen, ob langzeiterkrankte Lehrkräfte tatsächlich arbeitsunfähig sind.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass im Zuständigkeitsbereich des Schulministeriums 1.388 Beschäftigte langfristig krankgeschrieben sind. Allerdings wurden bisher nur 55 Prozent dieser Fälle amtlich ärztlich untersucht. Als Reaktion kündigte die Landesregierung an, ihre Verfahren zur Handhabung längerer Fehlzeiten im öffentlichen Dienst zu überprüfen.

Das Disziplinarverfahren wird über die weiteren Schritte für die betroffene Lehrerin entscheiden. Gleichzeitig zielt die Überprüfung der Landesregierung darauf ab, die Kontrolle von Langzeiterkrankungen bei Beamten zu verschärfen. Konkrete Änderungen der bestehenden Richtlinien wurden bisher noch nicht bekannt gegeben.

Quelle