02 May 2026, 04:29

Lebensgefahr im Einsatz: Wie NRWs Sprengstoffexperten Bomben entschärfen

Männer in Helmen und Handschuhen bei der Handhabung einer großen Bombe in einer industriellen Umgebung mit Maschinen und einer textbedeckten Wand im Hintergrund.

Lebensgefahr im Einsatz: Wie NRWs Sprengstoffexperten Bomben entschärfen

In Nordrhein-Westfalen bleibt die Bombenentschärfung eine hochriskante und lebenswichtige Aufgabe. Spezialeinheiten des Landeskriminalamts (LKA) und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) bearbeiten jährlich Tausende gefährliche Einsätze – von Kriegsaltlasten bis zu kriminellen Sprengkörpern. Ihre Arbeit erfordert spezielles Fachwissen und schwere Schutzkleidung.

Die USBV-Sprengstoffbeseitigungseinheit des LKA ist seit 1981 im Einsatz und besteht aus 15 Experten, darunter Andreas Otte, ein ausgebildeter USBV-Sprengmeister. Sein Aufgabenbereich umfasst unkonventionelle Sprengstoffe, bei Razzien sichergestellte Pyrotechnik und sogar improvisierte Labore in Privatwohnungen. Das Team hat zudem mit militärischem Sprengstoff und kriminellen Vorrichtungen zu tun.

Jährlich führt das LKA rund 800 Einsätze durch, darunter 300 Bombenentschärfungen, nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch darüber hinaus. Sicherheit steht an erster Stelle – strenge Protokolle regeln jeden Schritt. Bei Hochrisikooperationen kommen ferngesteuerte Roboter zum Einsatz, die jeweils 300 Kilogramm wiegen.

Andreas Ottes Schutzanzug kostet 60.000 Euro, das Anlegen dauert 15 Minuten, und das Gewicht beträgt 40 Kilogramm. Gefertigt aus Kevlar mit Keramikplatten und einem verstärkten Helm bietet er lebenswichtigen Schutz – Handschuhe sind jedoch nicht integriert. Derweil konzentriert sich der KBD auf die Beseitigung von Kriegsaltlasten: Allein 2024 räumte die Einheit 7.266 Sprengkörper, darunter 1.606 Bomben und 2.496 Granaten.

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LKA und KBD arbeiten eng zusammen: Während das LKA für kriminelle Sprengstoffe zuständig ist, übernimmt der KBD präventive Räumungen. Gemeinsam sichern sie die öffentliche Sicherheit in einem der bevölkerungsreichsten Bundesländer Deutschlands.

Die USBV-Einheit des LKA und der KBD bewältigen weiterhin eine stetig wachsende Zahl an Sprengstoffbedrohungen. 2024 bearbeitete der KBD über 35.500 Anfragen, während das LKA-Spezialteam für kriminelle und polizeiliche Fälle bereitsteht. Mit modernster Technik und intensiver Ausbildung schützen sie die Bevölkerung vor unsichtbaren Gefahren.

Quelle