17 June 2026, 18:14

Kushners Luxusresort in Albaniens Nationalpark löst "Flamingo-Revolution" aus

Die Kushner-Israel-Verbindung hinter der albanischen 'Flamingo-Revolution'

Kushners Luxusresort in Albaniens Nationalpark löst "Flamingo-Revolution" aus

Ein geplanter Milliarden-Dollar-Luxusresort des Unternehmens von Jared Kushner auf einer geschützten albanischen Insel hat für Aufsehen gesorgt. Das Projekt, das mit der Familie Trump in Verbindung steht, soll in der Vjosa-Narta-Delta-Region entstehen – einem kürzlich zum Nationalpark erklärten Gebiet. Gegen die Pläne regt sich bereits Widerstand.

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Albanien steht selten im globalen Fokus, doch der Streit um das Resort hat das geändert. Die Insel liegt im ersten Wildfluss-Nationalpark Europas, beherbergt seltene Tierarten und wurde 2023 unter Schutz gestellt.

Jared Kushner, der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, kündigte die Resort-Pläne nach Trumps angekündigter Kandidatur für die Wiederwahl 2024 an. Seine Investmentfirma Affinity Partners will die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten stärken. Gleichzeitig verlieh Albaniens Ministerpräsident Edi Rama einem mit Kushner verbundenen Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“ – und ermöglichte damit den Verzicht auf Umweltprüfungen.

Kurz nach Baubeginn formierte sich öffentlicher Protest. Demonstranten schwenkten pinkfarbene Flamingo-Ausschnitte und nannten ihre Bewegung die „Flamingo-Revolution“.

Das mehrheitlich muslimische, aber säkulare NATO-Mitglied Albanien sucht die enge Anbindung an westliche Verbündete. Zudem beherbergt das Land Tausende Mitglieder der Mujahedin-e Chalq (MEK), einer iranischen Exilgruppe, die dem Teheraner Regime feindlich gegenübersteht. Ramas Regierung nutzt ihre Unterstützung für die MEK oft, um von innenpolitischen Problemen abzulenken.

Die Genehmigung des Resorts wirft Fragen zu Umweltschutz und politischem Einfluss auf. Angesichts wachsender Opposition bleibt die Zukunft des Projekts ungewiss. Die albanische Regierung steht zunehmend unter Druck, ihren Umgang mit dem Vorhaben zu rechtfertigen.

Quelle