Krisensicheres Breitbandnetz: Warum Rettungskräfte dringend ein Upgrade brauchen
Anika ThiesKrisensicheres Breitbandnetz: Warum Rettungskräfte dringend ein Upgrade brauchen
Rettungskräfte in Deutschland brauchen zuverlässigere Kommunikation in Krisenfällen
Ein jüngster Vorfall in Essen hat gezeigt, wie riskant es ist, wenn Rettungskräfte in Notlagen aufgrund von Netzausfällen die Kontrolle über die Kommunikation verlieren. Behörden betonen die Dringlichkeit eines eigenen, krisensicheren Breitbandnetzes für Polizei, Feuerwehr und Rettungsteams.
Die Veranstaltung „Blaulicht-Tag“ in Essen wurde vom Innenministerium Nordrhein-Westfalens organisiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Kommunikation der Einsatzkräfte auch dann gesichert werden kann, wenn herkömmliche Netze ausfallen. Teilgenommen haben Vertreter des Bundes und der Länder, darunter NRW-Innenminister Herbert Reul.
Fachleute forderten ein autonomes Netz, das UHF-Frequenzen zwischen 470 und 694 Megahertz nutzt. Damit wäre eine Echtzeit-Datenübertragung möglich – anders als beim aktuellen Digitalfunk BOS. Zwar funktioniert das bestehende, auf TETRA basierende System gut für Sprachmitteilungen und Kurznachrichten, doch für moderne Einsatzanforderungen reicht die Kapazität nicht aus.
Bei der Veranstaltung wurden Demonstrationen gezeigt, wie das aktuelle System arbeitet und welche Verbesserungen künftige Upgrades bringen könnten. Schon ein Stromausfall in Berlin im September 2022 hatte bewiesen, dass der Digitalfunk BOS auch unter Belastung zuverlässig funktioniert. Die Koordinierungsstelle Digitalfunk BOS diente als zentrale Anlaufstelle für die Diskussionen.
Deutlich wurde: Rettungskräfte benötigen ein leistungsfähigeres Kommunikationsnetz. Ohne eine solche Infrastruktur könnten bei Großschadenslagen lebenswichtige Einsätze behindert werden. Für Presseanfragen bleibt die Pressestelle des Landespolizeipräsidiums Nordrhein-Westfalen der offizielle Ansprechpartner.






