25 May 2026, 04:28

Krefelds Medi-Mobil hilft Obdachlosen seit über 20 Jahren im Verborgenen

Mittel für die Gründung von Caritas Krefelds 'Centspende' in der Drogenhilfebezirksstelle

Krefelds Medi-Mobil hilft Obdachlosen seit über 20 Jahren im Verborgenen

Ein mobiles medizinisches Team in Krefeld unterstützt Obdachlose seit über zwei Jahrzehnten

Seit mehr als 20 Jahren leistet das Medi-Mobil in Krefeld unverzichtbare Hilfe für Menschen ohne Obdach. Der seit 2003 gemeinsam von Caritas und Diakonie getragene Dienst bietet medizinische Versorgung, Hygienemaßnahmen und Suchthilfe an. Das Projekt arbeitet mit Ehrenamtlichen und setzt auf Diskretion, um die Klienten vor Stigmatisierung zu schützen.

Wöchentlich fährt das Medi-Mobil festgelegte Standorte an, um medizinische Betreuung anzubieten und Vertrauen zu den Hilfebedürftigen aufzubauen. Vier freiwillige Ärztinnen und Ärzte begleiten das Team und sorgen für eine kontinuierliche Gesundheitsversorgung. Neben der Behandlung umfasst das Angebot Wäscheservice, Duschen, Mahlzeiten und Beratung – sowie einen überwachten Raum für den Drogenkonsum.

Die Einrichtung, die regelmäßig 50 bis 80 Klienten versorgt, konzentriert sich auf Menschen mit schwerer Drogenabhängigkeit und Obdachlosigkeit. Wegen gesellschaftlicher Vorurteile bleibt ihre Arbeit weitgehend im Verborgenen. Jasmin Sprünken, Leiterin der Krefelder Drogenhilfestelle, dankte kürzlich Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung und betonte, wie sehr das Projekt auf das Engagement der Gemeinschaft angewiesen ist.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Solidarität reicht über Krefeld hinaus: Michael Marschall, Vorsitzender des Personalrats der Stadt Meerbusch, setzt sich ebenfalls für die Arbeit des Medi-Mobils ein und würdigt dessen Rolle bei der Schließung von Versorgungslücken, die klassische Hilfsangebote lassen.

Das Medi-Mobil bleibt eine lebenswichtige Anlaufstelle für einige der verwundbarsten Menschen der Region. Durch die Kombination aus medizinischer Versorgung und praktischer Unterstützung hilft das Projekt Betroffenen, Sucht und Obdachlosigkeit zu bewältigen. Sein langjähriges Wirken zeigt, wie gezielte, unauffällige Initiativen nachhaltige Veränderungen bewirken können.

Quelle