Kölner Hauptbahnhof bleibt elf Tage komplett gesperrt – das steckt dahinter
Branko JüttnerKölner Hauptbahnhof bleibt elf Tage komplett gesperrt – das steckt dahinter
Kölner Hauptbahnhof steht elf Tage still: Digitales Stellwerk geht in Betrieb
Der Kölner Hauptbahnhof wird für elf Tage vollständig gesperrt, um das neue digitale Stellwerk in Betrieb zu nehmen. Die Verzögerung ergibt sich aus einem Softwarefehler, der die ursprüngliche Inbetriebnahme von November 2025 auf Januar 2027 verschoben hat.
Die Sperrung ist notwendig, um das elektronische Signalsystem zu installieren. Während dieser Zeit bleiben die Fernverkehrsgleise 11 und 12 am Bahnhof Köln Messe/Deutz zwar geöffnet, der Regionalverkehr dort wird jedoch eingestellt. Zudem nutzen die Bahn und die Verantwortlichen die Stilllegungsphase für Sanierungsarbeiten, Neubauten und Abrissmaßnahmen an beiden Bahnhöfen.
Ursprünglich hatte ein Softwareproblem die Aktivierung des Stellwerks verzögert. Weitere Abstimmungen mit dem Hersteller sowie die Koordination mit anderen Großprojekten führten zu zusätzlichen Verzögerungen im Zeitplan. Die Investition in Höhe von 360 Millionen Euro umfasst drei neue Stellwerke, die langfristig die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Netz verbessern sollen.
Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) kritisierte die Deutsche Bahn scharf und bezeichnete die Situation als „eine Szene aus dem Irrenhaus“. Trotz der massiven Einschränkungen betont die DB InfraGO, dass die gebündelten Maßnahmen den Kölner Eisenbahnknoten langfristig stabiler machen werden.
Von der verlängerten Sperrung sind Hunderttausende Fahrgäste betroffen, die täglich den Kölner Hauptbahnhof nutzen. Mit rund 1.300 Zügen pro Tag ist er einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Westdeutschland. Sobald die neuen Stellwerke in Betrieb sind, soll sich die Leistungsfähigkeit des Netzes deutlich erhöhen.






