17 March 2026, 00:34

Jugendliche schießen mit Softair-Pistole auf Frau nach Aufforderung zum Stopp

Ein Spielzeugsoldat mit einer Pistole geht die Straße entlang, mit leicht unscharfen Gebäuden im Hintergrund.

Jugendliche schießen mit Softair-Pistole auf Frau nach Aufforderung zum Stopp

Zwei Jugendliche in Lüdenscheid werden beschuldigt, mit einer Softair-Pistole auf eine Frau zu schießen, nachdem diese sie aufgefordert hatte, das Schießen mit Plastikgeschossen zu unterlassen. Der Vorfall ereignete sich auf dem Parkplatz eines Discounters an der Altenaer Straße. Die Polizei übergab die beiden später ihren Eltern, leitete jedoch ein Verfahren gegen sie ein.

Der Streit eskalierte, als die Frau die Jugendlichen bat, das Abfeuern der Plastikgeschosse auf dem Parkplatz zu beenden. Statt darauf einzugehen, sollen sie stattdessen ihre Waffe auf sie gerichtet und sie beschimpft haben. Die Beamten bestätigten, dass die Frau den Angriff unverletzt überstand.

Nach deutschem Recht kann das Führen oder Abfeuern von Attrappenwaffen in der Öffentlichkeit zu gefährlichen Verwechslungen führen und gegen Waffenvorschriften verstoßen. Softair-Waffen müssen ungeladen transportiert werden und dürfen von Minderjährigen unter 18 Jahren außerhalb zugelassener Schießstände nicht mehr als 0,5 Joule aufweisen. Die Polizei betonte, dass solche Vorfälle unnötige Angst in öffentlichen Räumen schüren.

Dieser Fall folgt auf einen ähnlichen Vorfall in Nürnberg Anfang dieses Jahres, bei dem ein 13-Jähriger mit einer Softair-Pistole einen Großeinsatz der Polizei an einer Schule auslöste. Die Behörden prüfen nun mögliche strafrechtliche Konsequenzen in beiden Fällen.

Die an dem Angriff in Lüdenscheid beteiligten Jugendlichen wurden nach ihrer Vernehmung ihren Eltern übergeben. Die Polizei hat den Fall an die Staatsanwaltschaft zur Prüfung möglicher Anklagen weitergeleitet. Die Behörden warnen weiterhin vor den Gefahren des missbräuchlichen Einsatzes von Nachbildungen von Schusswaffen in öffentlichen Bereichen.

AKTUALISIERUNG

Softair-Waffen-Vorfall an Heidenheims Bergschule eskaliert

Ein neuer Softair-Waffen-Vorfall hat sich an der Bergschule in Heidenheim am 4. März 2026 ereignet, als drei Teenager (zwei 16-Jährige) auf dem Schulgelände mit neu gekauften Waffen spielten. Wichtige Details sind:

  • Die Jugendlichen trugen Sturmhauben und Schutzausrüstung, was zu einer großen Polizeireaktion führte, da initially eine Bedrohung vermutet wurde.
  • Zwei der Jungen hatten die Softair-Pistolen am selben Tag in der Stadtmitte gekauft und in einem 'Spiel' verwendet.
  • Die Behörden beschlagnahmten die Waffen und erhoben Anklage wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, da die Minderjährigen keine Genehmigungen hatten. Dieser Fall zeigt die wachsenden Risiken, wenn solche Repliken an sensiblen Orten wie Schulen verwendet werden.