11 April 2026, 08:30

Jugendkriminalität in NRW erreicht alarmierenden Höchststand – Schulen und Polizei überfordert

Gruppe von Menschen mit einem Transparent "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem eingezäunten Gebäude mit Bäumen und Fahnen.

Jugendkriminalität in NRW erreicht alarmierenden Höchststand – Schulen und Polizei überfordert

Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen steigt dramatisch an

Eine neue Studie zeigt: Die Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen hat besorgniserregend zugenommen. Besonders alarmierend ist, dass immer mehr Kinder Straftaten begehen – Gewalt und Respektlosigkeit nehmen dabei deutlich zu.

Für die Untersuchung wurden über 3.800 Schülerinnen und Schüler der siebten und neunten Klassen an 27 Schulen befragt. Die Ergebnisse offenbaren einen starken Anstieg kriminellen Verhaltens, vor allem bei Kindern mit Migrationshintergrund. Bei Mädchen unter 14 Jahren stieg die Zahl der Delikte seit 2013 um fast 150 Prozent – ein höherer Anstieg als bei Jungen, wo die Zunahme bei 104 Prozent liegt.

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Angriffe auf Lehrkräfte, Polizisten und Rettungskräfte häufen sich Viele Schulen haben zunehmend Schwierigkeiten, Regeln durchzusetzen, da Verstöße oft ohne Konsequenzen bleiben. Die Studie führt diese Entwicklungen auf die Folgen der Pandemie und die verbreitete Nutzung sozialer Medien zurück.

Da Kinder unter 14 Jahren nach geltendem Recht nicht strafrechtlich verfolgt werden können, sind Polizei und Gerichte handlungsunfähig. Innenminister Herbert Reul hat nun eine öffentliche Debatte über eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters angeregt.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen eine wachsende Herausforderung für Schulen und Gesellschaft. Ohne rechtliche Konsequenzen für jüngere Täter bleiben den Behörden die Hände gebunden. Die Erkenntnisse könnten die Politik dazu drängen, wirksamere Maßnahmen gegen Jugendkriminalität zu entwickeln.

Quelle