17 June 2026, 19:00

Gamescom startet in Köln – doch die Gaming-Community kämpft mit Hass und Einsamkeit

Studie Enthüllt Cybermobbing in der Gaming-Szene

Gamescom startet in Köln – doch die Gaming-Community kämpft mit Hass und Einsamkeit

Gamescom, die größte Messe der Welt für Video- und Computerspiele, öffnet diesen Mittwoch in Köln ihre Tore und läuft bis Sonntag. Hunderttausende Gaming-Fans werden zur Veranstaltung erwartet. Die Messe findet vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über das Verhalten und die Einstellungen innerhalb der Gaming-Community statt.

Eine aktuelle Umfrage offenbart besorgniserregende Trends unter Hardcore-Gamern. Drei Viertel von ihnen sind Männer, 55 % sind zwischen 16 und 34 Jahre alt. Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Haltungen sind in dieser Gruppe weit verbreitet.

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Verbale Angriffe stellen ein anhaltendes Problem dar: 38 % der engagierten Spieler geben an, sie würden „sehr oft oder ziemlich oft“ beleidigt, während sie spielen. Unter allen befragten Spielern sind es 14 %, die häufig oder sehr häufig verbale Übergriffe erleben. Auch Drohungen mit körperlicher Gewalt und Vergewaltigung werden im Rahmen von Cybermobbing in der Community gemeldet.

Die Umfrage fördert weitere alarmierende Erkenntnisse zutage: 43 % der Hardcore-Gamer glauben, dass Jüdinnen und Juden zu viel Einfluss in der Welt hätten. Auch das politische Engagement fällt auf: 27 % hatten in den vergangenen zwölf Monaten an einer Demonstration teilgenommen – im Vergleich zu 14 % in der Gesamtbevölkerung. Einsamkeit ist ein weiteres großes Problem: 58 % der engagierten Spieler fühlen sich mäßig oder stark einsam.

Die Ergebnisse zeichnen ein düsteres Bild der Herausforderungen innerhalb der Gaming-Community. Hohe Gewaltbereitschaft, Vorurteile und Vereinsamung prägen das Klima. Angesichts des anstehenden Besucheransturms bei der Gamescom unterstreichen diese Befunde den dringenden Handlungsbedarf.

Quelle